Bachelor International

Der Bachelor Titel ist international vergleichbar
Studenten im Ausland
Als Bachelor Student auf internationalen Routen
In einem anderen Land das Studium fortführen

Der internationale Bachelor als Kind des Bologna Prozesses

Die Umstellung auf das zweistufige Studiensystem Bachelor und Master ist kein deutsches Phänomen - auch wenn viele glauben, dass sich so etwas nur deutsche Politiker ausdenken können. In diesem Fall waren noch mehr Nationen beteiligt.

Der Bologna-Vertrag wurde bisher von 47 Nationen unterzeichnet, die damit zur „European Higher Education Area“ gehören.
Diese Länder (sortiert nach dem Jahr ihres Zutritts zum Bildungsraum Europa) sind:


1999

Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich,  Griechenland, Großbritannien, Island, Irland, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, die Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, die Slowakei, Spanien, Schweden, die Schweiz, die Tschechische Republik, Ungarn

2001

Kroatien, Liechtenstein, die Türkei, Zypern

2003

Albanien, Andorra, Bosnien Herzegowina, Russland, Serbien, der Vatikanstaat, die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien

2005

Armenien, Aserbaidschan, Georgien, Moldawien, die Ukraine

2007

Montenegro

Damit sind Monaco und San Marino die einzigen europäischen Staaten, die den Vertrag nicht ratifiziert haben. Die nächsten Beitrittskandidaten sind Weißrussland und Kasachstan. Kirgisien, Nordzypern, Israel und der Kosovo haben ebenfalls Interesse an einem Beitritt bekundet, ihr Antrag wurde bisher allerdings abgelehnt.

Die Umsetzung – Stand der Dinge

Die Umsetzung des Bologna-Prozesses hat in den verschiedenen Ländern einen unterschiedlichen Umfang. So existierte in Italien zum Beispiel bereits ein System, das Studienabschlüsse gestaffelt noch drei und zwei Jahren ermöglichte. Dieses konnte weitestgehend erhalten bleiben. In anderen Ländern – wie auch in Deutschland – hat die Umstellung weiterreichende Folgen. So ist auch die Umsetzung des Prozesses unterschiedlich weit fortgeschritten:

  • In Spanien wurden 2006 die ersten Masterprogramme gestartet. Der Bachelor ging 2008 an den Start.
  • In Griechenland ist nach es massiven Protesten der Studenten gescheitert, die Verfassung so zu ändern, dass mit der Umstellung begonnen werden könnte.
  • In Deutschland schaffen es nicht alle Bundesländer die Umstellung bis 2010 – wie ursprünglich geplant – umzusetzen. Man verhandelt zurzeit über eine Verlängerung dieser Frist.
  • Beispielsweise Estland und die Niederlande haben den Prozess bereits abgeschlossen.

Um Verwechslungen mit den alten Abschlüssen zu vermeiden wurden nicht in allen Ländern die Bezeichnungen Bachelor und Master eingeführt. In Frankreich beispielsweise heißt der neue Abschluss „licence“, in Belgien „Bechelier“, in Italien „Laurea di 1° livello“, in Polen „licencjat“ und in Schweden „Kandidatexamen“.

Außerhalb des europäischen Bildungsraumes gibt es vor allem in englisch-sprachigen Ländern ebenfalls die Abschlüsse Bachelor und Master. Diese entsprechen allerdings in ihrer Struktur in den meisten Fällen nicht den europäischen Anforderungen. Für den US-amerikanischen Bachelor ist zum Beispiel ein vier-jähriges Studium erforderlich, ein Jahr mehr als in Europa. Daher gibt es in den USA auch Schwierigkeiten bei der Anerkennung des neuen europäischen Bachelors für ein anschließendes Masterstudium. Andersherum gibt es allerdings keine Schwierigkeiten.