Bachelor of Education (B.Ed.)

Bachelor of Education Studentin
Unterrichtsraum in der Hochschule
Während dem Studium
Bachelor Studentin bei der Prüfungsvorbereitung

Berufswunsch Lehrer? Der Bachelor of Education (B. Ed.) als Grundlage

Das eigene Wissen anderen zu vermitteln, das ist, vereinfacht dargestellt, das Berufsbild des Lehrers. Der Bachelor of Education bildet die Grundlage für den Master of Education. der Bachelor ist eine Etappe auf dem langen weg zum Amt des Lehrers.

Der neue Studienabschluss Bachelor of Education ist der erste Schritt zum Lehrberuf. Der Bachelor alleine reicht jedoch für eine Tätigkeit als Lehrer nicht aus.

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Ähnlich wie beispielsweise in den rechts- und naturwissenschaftlichen Studienfächern hat die Einführung des zweistufigen Bachelor / Mastersystems für große Diskussionen gesorgt. Ein nur dreijähriges Studium bis zum Bachelor of Education wird als eine nicht angemessene Ausbildung für den Lehrberuf angesehen. Aufgrund dessen kann man damit nur als Lernassistent an einer Schule oder aber außerhalb des Schulbetriebs arbeiten. Vor Beginn des konsekutiven Masterstudiums (Master of Education) ist ein spogenanntes Orientierungspraktikum, während des 1. oder 2. Semesters, verpflichtend. Das Orientierungspraktikum ersetzt jedoch nicht, das sich an den Master anschließende Referendariat. Überdies ist ab dem kommenden Wintersemester (WS 10/11), für Lehramtsanwärter in NRW, der Nachweis eines Eignugspraktikums obligatorisch. Das Eignungspraktikum muss entweder vor Studienanfang oder bis spätestens vor Beginn des Orientierungspraktikums absolviert werden.

Das Lehramt in Deutschland

In Deutschland wird der Bereich der Bildung von den einzelnen Bundesländern und damit dezentral organisiert. Deswegen gibt es auch in allen Bundesländern unterschiedliche Regeln für beispielsweise das Abitur. Oftmals gibt es verschiedene Schulformen und Unterschiede in der Dauer des Schulbesuchs.

Dementsprechend unterscheidet sich der Aufbau des Lehramtsstudiums von Bundesland zu Bundesland stark. Wer Lehrer werden will, sollte sich darüber intensiv bei der Studienberatung seiner potentiell-zukünftigen Hochschule oder beim Kultusministerium des Landes informieren. So kann man zum Beispiel mit einem Studienabschluss aus Nordrhein-Westfalen später nicht ohne weiteres eine Stelle in Bayern antreten. Am problematischsten waren bisher Studienabschlüsse aus Hessen, mit denen nur im eigenen Bundesland gearbeitet werden durfte.

Mit der Einführung des Bachelor of Education und Master of Education soll diese Problematik behoben werden. Deswegen wurden von der Kultusministerkonferenz für die neuen Studiengänge bundesweite Richtlinien aufgestellt. Diese sollen nicht nur sicher stellen, dass ein Masterabschluss im Bezug auf das Qualifikationsniveau mit dem ersten Staatsexamen gleichzusetzen ist, sondern auch, dass die Studienabschlüsse bundesweit angeglichen werden.

Studienverlauf und Studienvoraussetzungen für den Bachelor of Education

Um ein Studium zum Bachelor of Education zu beginnen benötigt man ein Zeugnis der allgemeinen Hochschulreife. An den meisten deutschen Hochschulen sind Lehramtsstudiengänge zusätzlich zulassungsbeschränkt – verlangen also einen bestimmten Numerus Clausus. Außerdem werden für die Fächer Musik, Kunst und Sport noch spezielle Eignungsprüfungen durchgeführt. Bis zum Traumberuf Lehrer müssen, in NRW ein Eignungspraktikum, ein Orientierungspraktikum, ein drei-jähriges Bachelorstudium, ein zwei-jähriges Masterstudium und ein Referendariat absolviert werden. Die Gesamtausbildungsdauer hat sich also durch die neuen Abschlüsse nicht verändert.

Zu Beginn des Bachelor of Arts Studiums müssen zwei Profilfächer – die Fächer, die man später an der Schule unterrichten möchte – ausgewählt werden. Dabei kann es sinnvoll sein, neben den persönlichen Vorlieben und Interessen, auch die zukünftige Berufspraxis bei der Wahl zu berücksichtigen. So würden viele berufstätige Lehrer heute davon abraten, zwei Hauptfächer zu unterrichten, weil hier die Belastung vor allem durch die Korrektur der Klausuren besonders hoch ist. Besser kann zum Beispiel eine Kombination aus Haupt- und Nebenfach, wie Deutsch und Geschichte oder Mathe und Physik sein. Zudem ist es sinnvoll, zwei Fächer zu wählen, die zumindest entfernt miteinander verwandt sind. Welche Fächer-Kombinationen im Bachelor of Education studiert werden können, hängt von der jeweiligen Hochschule ab. Über das genaue Fächernagebot sollte man sich an den Hochschulen selbst informieren

Ein Vorteil des Bachelor of Education besteht darin, dass man sich nicht gleich zu Beginn des Lehramtsstudium auf eine Schulform festlegen muss. Generell entspricht die Gliederung der Lehramtsstudiengänge der Gliederung der Schularten und Schulformen. In den meisten Bundesländern bedeutet dies eine Aufteilung in die folgenden Stufen:

  • Grund-/Hauptschulen, Primarstufen
  • Realschule, Sekundarstufe I
  • Gymnasium, Sekundarstufe II
  • Berufliche/berufsbildende Schulen, Berufskollegs
  • Sonderschulen, Sonderpädagogik

Dabei wird im jeweiligen Studium auf die Besonderheiten der gewählten Schulform und ihre Anforderungen eingegangen. Die Entscheidung für eine Schulform fällt beim Bachelor of Education meist im dritten oder vierten Semester. Das lässt dem Studenten zumindest ein Jahr Zeit sich intensiver mit dieser Frage  auseinander zu setzen.

Generell stellt ein Lehramtsstudium eine Mischung aus fachlichen Kenntnissen und pädagogischem Wissen dar. Auf der einen Seite erhält der Absolvent des Bachelor of Education viel Wissen über sein Studien- und zukünftiges Unterrichtsfach. Auf der anderen Seite bekommt er auch didaktische Methoden zur Unterrichtsgestaltung vermittelt. Außerdem hat der Bachelor of Education in einer Reihe von Pflichtpraktika die Möglichkeit einen ersten Eindruck vom Schulalltag aus der Lehrerperspektive zu bekommen.

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