Die Bachelorarbeit
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Die Themen der Bachelorarbeit sind vielfältig. Dennoch fällt das Schreiben oft nicht leicht.In seiner Bachelorarbeit kann man alles das, was man in drei Jahren Studium gelernt hat, anwenden - das sagt zumindest die Theorie zu diesem Thema. Dabei kann es schon mal hilfreich sein, wenn man einfach weiß, was da auf einen zukommt ... |
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Im Rahmen der Bachelorarbeit, die zum Abschluss des Studiums angefertigt wird, soll der Student beweisen, dass er in der Lage ist selbstständig ein bestimmtes Problem mit Hilfe wissenschaftlicher Methoden zu bearbeiten. Dabei fließt die Note, die für diese Leistung vergeben wird, in die Gesamtnote ein und kann bis zu zwanzig Prozent von dieser ausmachen. Parallel zum Begriff Bachelorarbeit wird an deutschen Hochschulen vermehrt die englische, gleich-bedeutende Bezeichnung „Bachelor-Thesis“ verwendet – eine Konsequenz aus dem Internationalisierungsprozess.
Anforderungen und Umfang der Bachelorarbeit
Bisher gibt es noch keine bundesweit einheitlichen Regelungen zu Umfang und Anforderungen an eine Bachelorarbeit in Deutschland. In der Regel beträgt der Umfang einer Bachelorarbeit 60 bis 150 Seiten. Manche Hochschulen legen sogar die Anzahl der geforderten Wörter fest. Dadurch werden die Bachelor Studenten jedoch stark in ihrer individuellen Bearbeitung eingeengt. Kritker sprechen in diesem Zusammenhang von einer Verschulung des Bachelorstudiums. Genau wie die Anzahl der Seiten variiert auch die Länge der Bearbeitungszeit. Diese beträgt häufig acht bis zehn Wochen. Bei Sonderfällen kann auch ein Antrag auf Verlängerung beim Studierendensekretariat eingereicht werden.
Neben der Seiten- oder sogar Wörterzahl wird von der Bachelorarbeit eine klare Struktur, eine aussagekräftige Ausgangsfragestellung und eine Antwort auf diese Frage erwartet. Der Student muss unter Beweis stellen, dass er mit wissenschaftlichem Quellenmaterial adäquat umgehen und einen Text produzieren kann, der in Form und Inhalt wissenschaftlichen Standards genügt.
Dabei ist der Zeitraum, in der sich der Student mit der Bachelorarbeit befasst in der Regel länger, als der von den Hochschulen angegebene Zeitraum. Diese nennen nämlich jeweils den Zeitraum, der zwischen Anmeldung der Bachelorarbeit im Prüfungsamt und Abgabe der Arbeit maximal liegen darf – bis es zu einer Anmeldung der Bachelorarbeit kommen kann, muss allerdings bereits ein Thema gefunden sein, und das kann im Einzelfall mehrere Monate Zeit in Anspruch nehmen.
Das Thema der Bachelorarbeit aus vielen Themen wählen
Die Wahl eines Bachelor Themas für die Bachelorarbeit ist die erste Möglichkeit seine wissenschaftlichen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. In der Regel läuft dieser Prozess so ab:
- Der Student macht sich darüber Gedanken, welcher Bereich im Rahmen seines Studiums ihn besonders interessiert.
- Im Rahmen einer ersten Recherche sollte geklärt werden, was für Arbeiten bereits zu dem Thema vorliegen und wo noch offene Fragen sind.
- Dann sollte der Student sich für eine Frage entscheiden und versuchen sein Thema so weit wie möglich einzugrenzen und zu konkretisieren.
- Als nächstes muss er einen Dozenten seiner Hochschule von seinem Thema begeistern, so dass dieser einwilligt, den Studenten während seiner weiteren Erarbeitung des Themas zu betreuen. Der Dozent gibt Tipps zum Thema und kann am ehesten Einschätzen, ob das Thema noch weiter eingegrenzt werden muss oder vielleicht zu eng gefasst ist.
Falls der Student selbst kein Thema für seine Bachelorarbeit findet, hat er natürlich immer auch die Möglichkeit sich direkt an einen Dozenten zu wenden, der ihm ein Thema vorschlägt oder erste Impulse liefern kann. Allerdings machen viele die Erfahrung, dass ihnen die Bearbeitung eines selbstgefundenen Themas leichter fällt, weil sie sich eher für dieses begeistern können.
Die eigentliche Bachelorarbeit schreiben
Grundlage einer jeden guten Arbeit ist eine gute und ausführliche Recherche und eine gute, klare Gliederung. So auch in der Bachelorarbeit. Dabei gliedert sich jede Arbeit grundsätzlich in drei Teile:
- Einleitung: Sie führt in das Forschungsthema ein und gibt einen Überblick über das weitere Vorgehen.
- Hauptteil: Er unterteilt sich in mehrere Kapitel zu einzelnen Teilproblemen.
- Schluss: Am Ende der Bachelor-Thesis steht das Nachwort. Hier werden alle Ergebnisse zusammengefasst und mögliche Anschlussfragen diskutiert.
Daneben sollte man sich immer die Richtlinien für wissenschaftliches Schreiben vor Augen halten. Darunter fallen vor allem die drei Bereiche:
- Fußnoten richtig einsetzen
- Richtig zitieren
- Richtig bibliographieren
Für diese drei Bereiche gibt es international anerkannte Richtlinien, die es einzuhalten gibt. In der Regel veröffentlicht jede Hochschule und teilweise sogar jeder Fachbereich aber auch einen Leitfaden für die Erstellung von wissenschaftlichen Arbeiten, wo diese Regeln noch einmal festgehalten sind. Außerdem findet man dort häufig auch Vorgaben für die Formatierung der Bachelorarbeit. Falls man sich in einem dieser Bereiche trotz des Leitfadens nicht sicher ist, sollte man Rat bei seinem Dozenten suchen. Gibt es mehrere Möglichkeiten für beispielsweise die Zitation ist es wichtig, darauf zu achten, dass man stringent vorgeht, also immer dieselbe Methode verwendet.
Besonders wichtig ist es außerdem, während der Bearbeitung von einem "Bachelor Thema" immer den Überblick zu behalten. So ist es wichtig, bei Zitaten, die man irgendwo notiert, immer die Quelle mit dazu zu schreiben, Kopien sollten umfassend beschriftet sein und Seitenzahlen enthalten und interessante Buchstellen sollten mit einem beschrifteten Klebezettel versehen werden. Ein organisiertes vorgehen hat vielleicht nicht unbedingt etwas mit Wissenschaftlichkeit zu tun, kann aber den ganzen Schreibprozess der Bachelorarbeit um einiges erleichtern.
Vor der Abgabe sollte man seine Bachelorarbeit von einem Kommilitonen Korrektur lesen lassen. Als Faustregel gilt, dass mindestens zwei Menschen die Bachelorarbeit auf Fehler überprüfen sollten:
- Einer, der auf Rechtschreibung, Grammatik, Formatierung und Co. achtet
- Und einer, der sich um das Thematische und Fachliche kümmert.
Für den gesamten Korrekturprozess sollte mindestens eine Woche eingeplant werden – je mehr Zeit übrig ist, desto geringer ist der Druck, unter dem auch die Korrektoren stehen, so dass sie meist genauer hinsehen können. Neben Freunden, Kommilitonen und Verwandte kann man auch einen Profi bitten seine Bachelorarbeit Korrektur zu lesen (z. B. freiberufler-portal.de, nebensatz.com, diplomarbeiten-lektorat.de oder einfachbesserenoten.de). Hier gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Teilweise bieten Studenten, die damit schon Erfahrung haben, diesen Service an, teilweise kann man die Bachelorarbeit auch von einer speziellen Agentur oder einem Verein überprüfen lassen. In diesen Fällen fallen allerdings Kosten an, die sehr unterschiedlich ausfallen können.
Die Benotung der Bachelorarbeit
Eine Note ist immer eine sehr individuelle Bewertung einer Leistung von einem einzelnen Studenten. Es ist also sehr schwer, hier Faktoren zu nennen, die in diesem Bereich wichtig sind. Vor allem, da jedes Bachelor Thema unterschiedliche Anforderungen stellt. Erste Anhaltspunkte zur Bewertung der Bachelorarbeit können zum Beispiel folgende Fragen sein:
- Wurde die Frage präzise gestellt?
- Entspricht sie in Umfang und Anspruch den Anforderungen einer Bachelorarbeit?
- Wurde die Frage gründlich bearbeitet?
- Wurden alle unwichtigen Aspekte als solche erkannt?
- Ist die Argumentation schlüssig, nachvollziehbar und belastbar?
- Beantwortet die Arbeit die Fragestellung? Sind die Ergebnisse klar formuliert und konsistent?
- Entspricht die Bachelorarbeit den formalen Anforderungen?
- Sind die Quellen angegeben?
- Ist die Arbeit überzeugend strukturiert?
- Sind die Argumente klar und präzise formuliert?
- Wie eigenständig wurde die Arbeit erstellt?
- Wie hoch ist der erbrachte Arbeitsaufwand in Relation zur Bearbeitungszeit einzuschätzen?
Eine Bachelorarbeit wird dabei immer von zwei Dozenten benotet. Neben dem Dozenten, der den Prozess der Erstellung der Bachelorarbeit auch betreut hat, gibt es noch einen Zweitkorrektor, der ebenfalls und erst einmal unabhängig vom Erstgutachter eine Note vergibt. Dann werden die beiden Noten verglichen und die beiden einigen sich auf eine Endnote, wobei meistens das Wort des Erstkorrektors mehr Gewicht hat. Ist die Differenz zwischen den beiden Notenvorschlägen allerdings größer als eine ganze Note wird ein dritter Gutachter beauftragt.





