Die Bachelorarbeit

Die Bachelorarbeit - Der letzte Schritt zum Abschluss
Für die Bachelor Thesis lernen
Bücher wälzen und Informationen sammeln
Studentinnen beim gemeinsamen Lernen

Die Themen der Bachelorarbeit sind vielfältig. Dennoch fällt das Schreiben oft nicht leicht.

Mit der Bachelorarbeit schließt nicht nur das Bachelor Studium ab, ihr müsst hier zudem beweisen, dass ihr ein euer Studienfach beherrscht und ein Thema mit wissenschaftlichen Methoden eigenständig bearbeiten könnt..

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Die Bachelorarbeit

Die Bewertung der schriftlichen Arbeit am Ende des Studiums fließt in die Gesamtnote ein und kann diese mit bis zu 20 Prozent beeinflussen. Es ist also äußerst wichtig, sich hier noch einmal richtig ins Zeug zu legen.

Parallel zum Begriff Bachelorarbeit wird an deutschen Hochschulen vermehrt die englische, gleich-bedeutende Bezeichnung „Bachelor-Thesis“ verwendet – eine Konsequenz aus dem Internationalisierungsprozess.

Voraussetzung für die Bachelorarbeit ist der Nachweis einer bestimmten Anzahl an Kreditpunkten.

Themenfindung: Wer die Wahl hat, hat die Qual!

Die Wahl eines Bachelor Themas für die Bachelorarbeit ist der erste wichtige Schritt und sollte ausführlich durchdacht sein. IM Idealfall kümmert ihr euch frühzeitig um das richtige Thema, so dass ihr keine wichtige Bearbeitungszeit verschenkt. In der Regel läuft dieser Prozess so ab:

  • Macht euch Gedanken, welches Seminar- oder Vorlesungsthema euch im Studium am meisten interessiert hat.
  • Während der ersten Recherche sollte geklärt werden, inwieweit das Thema bereits behandelt wurde und wie viel Literatur vorhanden ist. Gibt es überhaupt eine interessante Fragestellung, die noch nicht erforscht und behandelt wurde? Ist das Thema relevant für euer Studienfach?
  • Anschließend solltet ihr versuchen, aus eurem Wunschthema eine spezifische Fragestellung zu entwickeln. Je konkreter diese gewählt ist, desto leichter wird euch die Bearbeitung fallen.
  • Im nächsten Schritt müsst ihr euch einen passenden Betreuer für die Bachelorarbeit suchen. Habt ihr einen Dozenten im Auge, den ihr aus vergangenen Lehrveranstaltungen gut in Erinnerung habt, stellt ihr ihm euer Thema, idealerweise mit einer ersten groben Gliederung vor. Der Betreuer wird euch wichtige Tipps für die Bachelorarbeit geben können und euch auch während der Arbeit betreuen. Um sich abzusichern, dass ihr auf dem richtigen Weg seid, ist es sinnvoll, auch während der Arbeit regelmäßig mit dem Betreuer in Kontakt zu bleiben und ihn über den Stand der Arbeit zu informieren.
  • Fertigt frühzeitig einen Zeitplan mit einem ausreichenden Zeitpuffer an. Vor allem im Hinblick auf Korrekturgänge sollte genügend Zeit eingeplant werden.

Falls ihr kein Thema finden solltet, habt ihr natürlich auch die Möglichkeit, euch direkt an einen Dozenten zu wenden, der euch ein Thema vorschlägt oder erste Impulse liefern kann. Allerdings machen viele die Erfahrung, dass ihnen die Bearbeitung eines selbstgefundenen Themas leichter fällt, weil sie sich eher für dieses begeistern können.

Anmelden der Bachelorarbeit

Habt ihr alle nötigen Kreditpunkte für euer Studium gesammelt und stehen Thema und Betreuer für die Bachelorarbeit fest, könnt ihr eure Arbeit im Fachbereich, meist im Prüfungsamt, anmelden. Dafür werden in der Regel pro Semester feste Termine ausgehängt, die ihr unbedingt beachten müsst. Bei der Anmeldung erfahrt ihr zudem das genaue Abgabedatum für die Bachelorarbeit,

Richtlinien und Umfang der Bachelorarbeit

Bisher gibt es noch keine bundesweit einheitlichen Regelungen zu Umfang und Anforderungen an eine Bachelorarbeit in Deutschland. In der Regel beträgt der Umfang 20 bis 60 Seiten. Manche Hochschulen legen sogar die Anzahl der geforderten Wörter fest. Dadurch werden die Bachelor Studenten jedoch stark in ihrer individuellen Bearbeitung eingeengt. Kritiker sprechen in diesem Zusammenhang von einer Verschulung des Bachelorstudiums. Genau wie die Anzahl der Seiten variiert auch die Länge der Bearbeitungszeit. Diese beträgt 2 bis 4 Monate. Bei Sonderfällen kann auch ein Antrag auf Verlängerung beim Studierendensekretariat eingereicht werden.

Neben der Seiten- oder sogar Wörterzahl wird von der Bachelorarbeit eine klare Struktur, eine aussagekräftige Ausgangsfragestellung, deren Erläuterung sowie Beantwortung erwartet. Der Student muss unter Beweis stellen, dass er mit wissenschaftlichem Quellenmaterial adäquat umgehen und einen Text produzieren kann, der in Form und Inhalt wissenschaftlichen Standards entspricht.

Literaturrecherche: Das A und O einer guten Bachelorarbeit

Bevor ihr überhaupt mit dem Schreiben beginnt, solltet ihr euch einen Eindruck von der vorhandenen Literatur für euer Thema verschaffen. Beachtet auch die Literaturempfehlungen eures Betreuers. Arbeitet euch am besten durch euere jeweilige Fachbibliothek über die Schlagwortsuche durch. Konzentriert euch dabei vor allem auf die Primärliteratur. Aber auch Sekundärliteratur kann in Betracht kommen, genauso wie aktuelle Fachzeitschriften, Lexika und Enzyklopädien, Sammelwerke und Reihen oder auch Hochschulschriften.

Um effektiv vorzugehen, solltet ihr zunächst die Inhaltsverzeichnisse überfliegen, um festzustellen, ob das Buch für euch geeignet ist, oder nicht. Schließlich lest ihr die entsprechenden Abschnitte quer und notiert euch dabei, welche Kapitel für welchen Teil der Arbeit relevant sind. Dies erleichtert die spätere Arbeit ungemein.

Inhalt und Gliederung der Bachelorarbeit

Grundlage einer jeden Arbeit ist eine gute und ausführliche Recherche sowie eine klare Gliederung. Das gilt auch für die Bachelorarbeit. Dabei gliedert sich jede Arbeit grundsätzlich in folgende Teile:

  • Deckblatt: Auf diesem obligatorischen Blatt befinden sich Angaben zu eurem Studium und zur Hochschule bzw. zum Fachbereich sowie der Titel der Arbeit. Wie das Deckblatt auszusehen hat, wird meist vom Fachbereich genau bestimmt und wird in den Anmeldeunterlagen beschrieben.
  • Inhaltsverzeichnis: Hier wird die Gliederung der Arbeitsabschnitte angegeben. Hier solltet ihr ein bestimmtes Schema auswählen und dieses konsequent in der ganzen Arbeit einhalten (Bsp. 1., 1.2., 1.2.1. usw).
  • Einleitung: Sie führt in das Forschungsthema ein und gibt einen Überblick über das weitere Vorgehen. Hier müsst ihr eure zentrale Fragestellung bzw. das Thema vorstellen und den Verlauf der Arbeit erläutern. Erklärt hier, welches konkrete Ziel die Arbeit verfolgt. Zudem sollte das Thema in den Forschungskontext eingeordnet werden. Dass heißt, ihr solltet ebenfalls kurz den Forschungsstand erläutern.
  • Hauptteil: Hier findet die Hauptauseinandersetzung mit dem Thema statt. Hier sollte der Vorgehensweise, die in der Einleitung beschrieben wurde, Schritt für Schritt dargestellt und das Arbeitsthema analysiert werden. Wichtig ist hier ein sinnvoller, logischer Ablauf, dem der Leser folgen kann. Belegt eure Analyse immer anhand der verwendeten Literatur. Behaltet euer Ziel im Auge und schweift nicht in nebensächliche Themengebiet ab.
  • Schluss/Zusammenfassung: Am Ende der Bachelorarbeit werden die Ergebnisse aus dem Hauptteil noch einmal resümiert und schließlich ein Fazit gezogen. Außerdem kann ein Ausblick auf weitere Forschungsmöglichkeiten zum Thema geboten werden.
  • Quellen- und Literaturverzeichnis: Hier muss die von euch verwendetet Literatur angegeben werden, auch die, die ihr nicht für direkte Zitate gebraucht habt. Das Literaturverzeichnis sollte alphabetisch sowie nach Textart sortiert werden. Zudem solltet ihr auf einen einheitliche Bibliografie achten.
  • Anhang:
    Um den Lesefluss der Hauptteile nicht zu stören, solltet ihr Tabellen, Grafiken, umfangreiche Herleitungen,
    Computercodes etc. dem Anhang zufügen.

Formale Richtlinien

Jede wissenschaftliche Arbeit folgt bestimmten Formalia, welche ebenfalls zu den Bewertungskriterien zählen. Achtet also unbedingt auf folgende Punkte:

  • Fußnoten richtig einsetzen
  • richtig zitieren
  • richtig bibliografieren
  • durchgehende Seitennummerierung
  • wissenschaftlicher, präziser und klarer Schreibstil
  • keine komplexen oder umgangssprachlichen Sätze
  • angemessene Verwendung von Fachbegriffe

Folgende Formatierungen haben sich bewährt:

  • Seitenrand: oben und unten je 2cm, links ca. 5cm, rechts 1cm
  • Seitenzahlen: unten zentriert oder unten rechts. Auf dem Deckblatt keine Seitenzahl
  • Schriftgröße und –art im Fließtext: 12 Pt Arial oder Times New Roman, Blocksatz
  • Zeilenabstand: 1,5-zeilig
  • Kapitelüberschriften: 14 Pt Fettdruck, danach zwei Zeilen Abstand
  • Unterkapitelüberschriften: 12 Pt Fettdruck, anschließend eine Zeile Abstand
  • Fußnotentext: 10 Pt Blocksatz, 1,0-zeilig, die Fußnoten selbst werden hoch gestellt
  • Personennamen können in Versalien („Kapitälchen“) gesetzt werden
  • für Gedankenstriche keine Trennstriche gebrauchen
  • Dezimalpunkte bei Zahlen setzen

Richtig Zitieren:
Um fremdes Gedankengut zu kennzeichnen, gibt es diverse Methoden. Welche ihr wählt, kann auch von Vorschriften eurers Betreuers oder Fachbereichs abhängen. Die Methode ist im Grunde egal. Wichtig ist, dass ihr sie einheitlich anwendet.

Eine geläufige Methode für die Angaben in der Fußzeile oder in ( ) hinter dem Zitat im Text ist z.B. folgende:

  • ein Autor: Autorenname Erscheinungsjahr: Seitenzahl
  • zwei Autoren: Autorenname/Autorenname Erscheinungsjahr: Seitenzahl
  • bei mehr als zwei Autoren: Autorenname u.a. Erscheinungsjahr: Seitenzahl

Bei einem direkten Zitat wird der zitierte Teil in "" gesetzt, während ein indirektes Zitat mit einem Vgl. gekennzeichnet wird. Hervorhebungen könnt ihr sowohl unterstreichen als auch kursiv setzten. Auch Abkürzungen können verwendet werden. Hier müsst ihr das entsprechende Wort ein mal ausschreiben und in () anfügen, dass im Folgenden Abkürzung xy verwendet wird.

Vor der Abgabe

Vor der Abgabe sollte man seine Bachelorarbeit von ca. zwei bis drei Personen Korrektur lesen lassen.

  • einer, der auf Rechtschreibung, Grammatik, Formatierung und Co. achtet
  • und ein anderer, der sich um das Thematische und Fachliche kümmert.

Für den gesamten Korrekturprozess sollte mindestens eine Woche eingeplant werden – je mehr Zeit übrig ist, desto geringer ist der Druck, unter dem auch die Korrektoren stehen. Neben Freunden, Kommilitonen und Verwandten kann man auch einen Profi bitten seine Bachelorarbeit Korrektur zu lesen (z. B. freiberufler-portal.de, nebensatz.com, diplomarbeiten-lektorat.de oder einfachbesserenoten.de). Hier gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Zum einen bieten erfahrene Studenten diesen Service an, zum anderen kann man die Bachelorarbeit auch von einer speziellen Agentur oder einem Verein überprüfen lassen. In diesen Fällen fallen allerdings unterschiedlich hohe Kosten an.

Ist dies geschafft, ist die Arbeit abgabebereit. Schließlich müssen zwei Exemplare der Bachelorarbeit im Prüfungsamt abgeben werden. Sucht euch dazu einen guten Copy Shop uns lasst eure Arbeit binden.

Die Benotung der Bachelorarbeit

Eine Note ist immer eine sehr individuelle Bewertung der Leistung eines einzelnen Studenten. Es ist also sehr schwer, hier Faktoren zu nennen, die in diesem Bereich wichtig sind. Vor allem, da an jedes Bachelor Thema unterschiedliche Anforderungen gestellt werden. Folgende Kriterien sind jedoch bei der Bewertung wichtig:

  • Wurde die Frage präzise gestellt?
  • Entspricht sie in Umfang und Inhalt den Anforderungen einer Bachelorarbeit?
  • Wurde die Frage gründlich bearbeitet?
  • Wurden alle wichtigen Aspekte bearbeitet?
  • Ist die Argumentation schlüssig und nachvollziehbar?
  • Beantwortet die Arbeit die Fragestellung? Sind die Ergebnisse klar formuliert und konsistent?
  • Entspricht die Bachelorarbeit den formalen Anforderungen?
  • Sind die Quellen angegeben?
  • Ist die Arbeit überzeugend strukturiert?
  • Sind die Argumente klar und präzise formuliert?
  • Wie eigenständig wurde die Arbeit erstellt?
  • Wie hoch ist der erbrachte Arbeitsaufwand in Relation zur Bearbeitungszeit?

Eine Bachelorarbeit wird dabei immer von zwei Dozenten benotet. Neben dem Dozenten, der den Prozess der Erstellung der Bachelorarbeit auch betreut hat, gibt es noch einen Zweitkorrektor, der ebenfalls eine Note vergibt. Das arithmetische Mittel dieser beiden Noten ergibt schließlich eure Endnote für die Bachelorarbeit. Beträgt die Differenz der beiden Notenvorschläge allerdings mehr als eine ganze Note, wird ein dritter Gutachter beauftragt.


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