Kosten und Finanzierung des Auslandsaufenthaltes
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Wieviel kostet ein Auslandsaufenthalt und wie finanziere ich ihn?Während eines Aufenthalts im Ausland können unzählige Kosten anfallen. Damit das Abenteuer Ausland nicht am Sparstrumpf scheitert, gibt es für Studenten viele Möglichkeiten, den Auslandsaufenthalt zu finanzieren. |
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Die Höhe der Kosten eines Auslandsaufenthalt variiert sehr stark und ist abhängig vom Zielland und dem Programm, an dem der Student teilnimmt.
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Wenn der Student einen Aufenthalt im europäischen Ausland über das ERASMUS-Programm absolviert, sind die Lebenshaltungskosten in der Regel nur geringfügig teurer als das Leben an der Heimatuniversität. Mit dem ERASMUS-Stipendium können zusätzliche Kosten, die durch einen Auslandsaufenthalt entstehen, häufig abgefangen werden.
Die Kosten, die für einen längeren Aufenthalt in Übersee anfallen, sind da schon etwas höher. Vor allem, wenn der Auslandsaufenthalt mit einer Sprachreise oder einem Aufenthalt auf einer Farm verknüpft sind, schießen die Kosten schnell in die Höhe.
Diese Kosten müssen berücksichtigt werden
Folgende Kosten können anfallen:
- Reisekosten (Flug, Bahn, Bus etc.)
- Kosten für die Unterkunft, Lebensmittel und andere Lebenshaltungskosten
- Kosten für eine Krankenversicherung im Ausland oder auch eine Reiseversicherung
- Kosten für touristische Aktivitäten (Eintrittsgelder etc.)
- Kosten der Agentur, die den Aufenthalt im Ausland evtl. vermittelt hat
- Kosten für Sprachkurse
Vor Antritt des Aufenthalts im Ausland sollten Studenten sich möglichst umfassend über das Zielland und die oben genannten Kosten informieren, damit es vor Ort zu keinen bösen Überraschungen kommt.
Finanzierung des Auslandsaufenthaltes
Für Studenten gibt es zahlreiche Möglichkeiten, einen Auslandsaufenthalt zu finanzieren. Da der eigene Sparstrumpf in den seltensten Fällen genug beinhaltet, um den Traum vom Aufenthalt im Ausland zu finanzieren, müssen Studenten zum Tragen der Kosten meistens auf andere Geldquellen zurück greifen. Einige Beispiele zur Finanzierung sollen hier genannt werden:
- Auslands-BAföG – Auch Studenten, die in Deutschland kein BAföG bekommen, können zur Deckung ihrer Kosten im Ausland Auslands-BAföG erhalten. Um gefördert zu werden, müssen die Auslandbildungsaufenthalte eine Mindestdauer von sechs Monaten oder einem Semester bzw. zwölf Wochen aufweisen. Zudem müssen die Studenten über ausreichende Kenntnisse der Unterrichts- und Landessprache verfügen. Die Finanzierung von Auslandpraktika kann übernommen werden, wenn Sie im Zusammenhang mit einer im Inland liegenden Hochschule absolviert werden. Das Praktikum muss für die Durchführung der Ausbildung erforderlich und in den Ausbildungsstätten geregelt sein. Die vorgeschriebene Dauer muss mindestens zwölf Wochen betragen.
- für nachweisbar notwendige Studiengebühren bis zu 4.600 Euro für maximal ein Jahr
- für Reisekosten innerhalb Europas: 250 Euro je Hin- und Rückfahrt
- für Reisekosten außerhalb Europas: 500 Euro je Hin- und Rückfahrt
- Zuschläge für eventuelle Zusatzkosten bei der Krankenversicherung
- für höhere Lebenshaltungskosten bei Studierenden außerhalb der EU und der Schweiz je nach Land zwischen 50 und 315 Euro monatlich (z.B. Australien: 85 Euro, USA: 120 Euro, Südafrika: 60 Euro, Schweiz: 140 Euro)
- Bildungskredit – Ergänzend zur BAföG-Finanzierung steht Studenten die Möglichkeit offen, zur Bezuschussung der Kosten durch den Aufenthalt im Ausland einen Bildungskredit zu nutzen. Der Bildungskredit ist ein zeitlich befristeter, zinsgünstiger Kredit, der unabhängig vom Einkommen und Vermögen der Studenten und ihrer Eltern ist. Er kann zusätzlich zum Auslands-BAföG beantragt werden. Die Höhe der monatlichen Raten kann 100, 200 oder 300 Euro betragen, die Finanzierung erfolgt monatlich im Voraus durch die KfW gezahlt. Somit können maximale Kosten von 7.200 Euro für das Studium im Ausland bewilligt werden.
Zusätzlich zu den Bedarfssätzen für nicht bei den Eltern wohnende Auszubildende werden folgende Kosten getragen:
Die Anträge auf Auslands-BAföG sind sechs Monate vor Beginn des Ausbildungsabschnitts beim zuständigen Amt für Ausbildungsförderung zu stellen. Die Leistungen werden als Zuschuss zu den Kosten im Ausland gewährt, das bedeutet, die Studenten erhalten die Förderung zur Hälfte als Zuschuss und zur anderen Hälfte als zinsloses Staatsdarlehen.
- Stipendien – Eine Reihe von Stiftungen und staatlichen Einrichtungen vergibt Stipendien an Studenten, die von einem Aufenthalt im Ausland träumen. Der bekannteste Anbieter von Stipendien für Semester im Ausland ist der Deutsche Akademische Austausch Dienst (DAAD). Der DAAD bietet eine Stidpendien-Datenbank, in der Studenten gezielt nach einer Übernahme der Kosten durch ein Stipendium suchen können. Die Auslandsstipendien des DAAD werden nach fachlicher Qualifikation und persönlicher Eignung vergeben.Die Studenten müssen sich zum Zeitpunkt der Bewerbung mindestens im zweiten Semester ihres derzeit studierten Fachs an einer Hochschule in Deutschland befinden. Bachelor Absolventen stehen die Programme für Graduierte offen.
- ERASMUS-Förderung – ERASMUS ist ein Programm, das von der Europäischen Union ins Leben gerufen wurde. Das Programm fördert Studenten, die ein Studium oder ein Praktikum im Ausland absolvieren möchten. Dabei besteht eine Kooperation zwischen den verschiedenen Hochschulen. Das ERASMUS-Programm bietet einige Vorteile:
- Den ERASMUS-Studenten werden die Studiengebühren für das Auslandssemester erlassen
- Die ERASMUS-Studenten haben einen festen Ansprechpartner an der Hochschule im Ausland
- ERASMUS-Studenten werden bei der Wohnungssuche im Ausland unterstützt
- Studenten, die am ERASMUS-Austauschprogramm teilnehmen, erhalten eine monatliche Förderung in Höhe von mindestens 50 Euro.
- Die Studienleistungen sind auf die Studienleistungen an der Heimatuniversität abgestimmt.
BAföG-Empfänger können auch während ihres Stipendiums BAföG beziehen. Das Stipendium wird in monatlichen Raten ausgezahlt.
Voraussetzungen zur Teilnahme am ERASMUS-Programm ist, dass der Student in einem Studiengang eingeschrieben ist, der einen Austausch anbietet. Zudem muss das erste Studienjahr an der Heimatuniversität abgeschlossen sein. Und: Der Student muss Bürger eines der förderberechtigten Länder sein. Außerdem sollte der Student gute Studienleistungen sowie Motivation und Leistungsbereitschaft mitbringen.
- Jobben im Ausland – Manche Auslandsprogramme ermöglichen den Studenten, vor Ort einen Job auszuüben und so ein bisschen Geld für die anfallenden Kosten dazuzuverdienen. Allerdings sollten Sie sich nicht darauf verlassen, da natürlich keine Garantie besteht, dass der Student im Ausland tatsächlich eine Stelle findet. Wenn Sie Ihren Auslandsaufenthalt komplett selbst finanzieren möchten, kommt auch die Möglichkeit des Work & Travel für Sie in Betracht.
Bargeldlos oder Cash
Vergessen Sie nicht: Trotz des immer größer werdenden Euroraums kann es in Ihrem Zielland eine andere Landeswährung geben. Informieren Sie sich über den herrschenden Wechselkurs, um beim Zahlen im Ausland nicht über den Tisch gezogen zu weden.
Zudem können Sie sich bei Ihrer Bank beraten lassen, ob im Zielland die heimische EC-Karte an Geldautomaten benutzen werden kann und welche Kosten dabei anfallen. Vor allem innerhalb der EU haben viele Banken länderübergreifende Kooperationen abgeschlossen, so dass bei einer speziellen Bank im Ausland weniger Kosten beim Benutzen der Geldautomaten bezahlt werden müssen. Ebenfalls ist wichtig, ob mit der EC-Karte auch bargeldlos bezahlt werden kann. Vor allem bei Reisen in Übersee sollte auch die Anschaffung einer international anerkannten Kreditkarte in Betracht gezogen werden und Informationen über Reiseschecks (Traveller Checks) eingeholt werden.
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