Master of Education (M.Ed.)

Master of Education Studentin
In der Bücherei
Wissenschaftliches Arbeiten am Notebook
Praktisches Training im Klassenraum

Der Master of Education (M.Ed.) als Pflichtprogramm für alle Lehrer der Zukunft

Auch wenn es eigentlich der Grundidee des neuen Bachelor-Master-Systems widerspricht: Bei dem Berufswunsch 'Lehrer' stellt der Master keine weitere Qualifizierungsmöglichkeit dar, sondern gehört zum Pflichtprogramm.

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Der Master of Education ist in der Regel ein konsekutives Studienprogramm, das nach dem Abschluss zum Eintritt in ein Referendariat an der gewählten Schulform befähigt. Damit ist er mit dem ersten Staatsexamen vergleichbar. Die Schulform, an der unterrichtet werden darf, wird von den Studenten in dritten oder vierten Semester des Bachelorstudiums gewählt und muss während des Masterstudiums beibehalten werden.

Die Optionen, die generell zur Verfügung stehen sind:

  • Grund-/Hauptschulen, Primarstufen
  • Realschule, Sekundarstufe I
  • Gymnasium, Sekundarstufe II
  • Berufliche/berufsbildende Schulen, Berufskollegs
  • Sonderschulen, Sonderpädagogik

Zulassungsvoraussetzungen für den Master of Education

Zulassungsvoraussetzung für den Master of Education ist – wie bei allen Masterstudiengängen – ein abgeschlossenes Bachelorstudium. Häufig wird ein bestimmter Numerus Clausus von den Studenten erwartet. Diese Regelung wird allerdings zurzeit noch diskutiert, da sie – so ihre Gegner - die Chancen der Studenten später einen Beruf zu finden erheblich einschränken würde. Lediglich mit einem Bachelorabschluss ist der Eintritt in den Lehrberuf an einer Schule nicht möglich. Damit darf man nur als Lernassistent an einer Schule oder aber im privaten Bereich, zum Beispiel bei einem Nachhilfeinstitut, tätig sein. Deswegen  - so die Gegner – sei es Diskriminierung, wenn jemand auf Grund seines Notendurchschnitts im Bachelor nicht für den Master of Education zugelassen wird und so nicht die vollen Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt ausschöpfen kann. Die Befürworter dagegen werten den N.C. als Qualitätskontroll-Instrument.

Allerdings ist an manchen Hochschulen die Numerus Clausus Regelung auch noch nicht eindeutig geklärt. Ein Einsatz als Qualitätssicherungsinstrument kann nur gewährleistet werden, wenn kein Zusammenhang zwischen N.C. und dem Platzangebot der Hochschule für den Master of Education besteht, wie die Regelung für den Bachelor lautet. Dann könnte es nämlich passieren, dass in einem überdurchschnittlich-starken Jahrgang der NC für den Master of Education übermäßig hoch ausfällt und Bachelorabsolventen mit einem Einser-Durchschnitt trotzdem keine Chance auf einen Studienplatz im Master of Education haben. Deswegen müsste eine statische Regelung für die Zulassungsbeschränkung gefunden werden, die einen realistischen Rahmen steckt. Eine Entscheidung darüber wird an jeder Hochschule individuell getroffen werden – man geht aber davon aus, dass sich die Universitäten (wenn überhaupt) für ein statisches Modell entscheiden werden.

Studienverlauf des Master of Education

Im Laufe der vier Semester, die ein Studium zum Master of Education an Zeit benötigt, muss der Student insgesamt 120 Kreditpunkte erarbeiten. Diese können durch Klausuren, mündliche Prüfungen, Referate und schriftliche Ausarbeitungen, sowie natürlich den Besuch von Seminaren und Vorlesungen verdient werden. Außerdem werden für die Pflichtpraktika, die absolviert werden müssen, Punkte verteilt. Die Masterarbeit fällt ebenfalls ins Gewicht. Dabei ist es wichtig zu beachten, dass – ebenso wie beim Kreditpunktesystem im Bachelor - ein Kreditpunkt im Master of Education an sich nichts über die Note aussagt. Er ist lediglich ein Gegenwert für die investierte Zeit. Eine bestimmte Anzahl von Punkten, die für eine Leistung insgesamt vergeben wird, wird immer mit einer Note versehen, die dann entsprechend der Anzahl der Kreditpunkte, die sie repräsentiert, verhältnismäßig in die Gesamtnote mit einfließt.

Inhaltlich werden während des Studiums des Master of Education, die Kenntnisse aus dem Bachelorstudium vertieft und erweitert. Das bedeutet, das auch hier fachspezifische Kenntnisse und pädagogische Fähigkeiten vermittelt werden sollen. Je nachdem welche Schulform Ziel des Studiums darstellt, können sich hier die Studieninhalte auch bei gleicher Fächerwahl unterscheiden.

Berufliche Perspektive nach dem Master of Education

Überall wird über den Lehrermangel gestöhnt. Eine Situation, die sich laut Prognosen vom Arbeitsamt und des statistischen Bundesamtes in den kommenden Jahren eher noch verschlechtern als verbessern wird, da bis zum Jahre 2012 eine große Pensionierungswelle auf die deutschen Schulen zurollt. Das bedeutet aber auch, dass in Deutschland händeringend nach neuen Lehrern gesucht wird – Absolventen mit einem Master of Education in der Tasche haben also sehr gute Chancen eine Anstellung zu finden.


Häufig gestellte Fragen zum Bachelor Studium

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