Master of Engineering (M.Eng.)
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Der Master of Engineering (M.Eng.) als Spezialität der FachhochschulenWo genau die Grenze zwischen dem Master of Engineering und dem Master of Science liegt, ist noch nicht ganz genau klar. Beide haben eine Schwäche für die Ingenieurswissenschaften - die bei den M.Eng. allerdings etwas ausgeprägter ist. |
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Der Master of Engineering kann in der Regel als konsekutives Masterstudium in zwei Jahren an einen entsprechenden Bachelor of Engineering angeschlossen werden. Dabei werden die bereits erworbenen Kenntnisse vertieft. Vor allem ermöglicht der Master of Engineering eine fachliche Spezialisierung und öffnet die Türen zu einer möglichen Promotion oder wissenschaftlichen Karriere. Die Studienfächer, die hier belegt werden können, können dabei in der Regel in den Bereich der Ingenieurwissenschaften oder den technischen Bereich eingeordnet werden.
Zulassungsvoraussetzungen beim Master of Engineering
Um ein solches Studium beginnen zu können, verlangen die meisten Hochschulen einen Bachelorabschluss aus dem naturwissenschaftlichen Bereich mit einem Mindest-Numerus Clausus. Außerdem führen viele vor der Immatrikulation Tests durch, die Einstellungstests sehr ähnlich sind, laden zum persönlichen Gespräch ein oder möchten ein Motivationsschreiben des Bewerbers vorliegen haben.
Der Master of Engineering und seine Konkurrenz
Bisher wurde es im Bologna-Prozess versäumt eine klare Definition und Abgrenzung zwischen den Abschlüssen Bachelor/Master of Engineering und Bachelor/Master of Science zu schaffen, da beide in den technischen Bereich fallen.
Bisher wird der Master of Engineering vermehrt von Fachhochschulen und der Master of Science vermehrt von den Universitäten vergeben. In Zukunft soll sich das besser verteilen. Der Vorteil ist dann vor allem für Absolventen der Ingenieurswissenschaften, dass nicht mehr direkt ersichtlich ist, an welcher Hochschulform sie ihren Abschluss erlangt haben. Die bisherige Kennzeichnung mit dem Zusatz (FH) hinter dem Dipl.-Ing. entfällt nämlich.
Und auch Zahlenmäßig laufen der Bachelor of Engineering und der Master of Engineering seinem Vorgänger immer mehr den Rang ab: So hat sich in den letzten fünf Jahren die Zahl der Studierenden in diesem Bereich vervierfacht und auch das Angebot an Studiengängen wächst stetig. Vor allem nachdem die neuen Abschlüsse im technischen Bereich jetzt auch bei den TU9 – den neun besten technischen Hochschulen Deutschlands – breite Unterstützung finden, haben Dipl.-Ing. und Co. immer mehr ausgedient.
Studieninhalte des Master of Engineering
Wie schon im Bachelor variieren die Inhalte eines Studiums mit dem Ziel Master of Engineering sehr stark zwischen den Hochschulen und den einzelnen Fächern – immerhin gibt es allein in den Bereichen Elektrotechnik und Maschinenbau jeweils mehr als 20 untergeordnete Studienfächer. Neben den speziellen technischen Fähigkeiten werden hier sehr häufig Grundkenntnisse im wirtschaftswissenschaftlichen Bereich, soziale Kompetenzen und problemorientiertes Denken vermittelt. Dabei sollte auch der Kreative Teil eines solchen Studiums nicht unterschätzt werden – häufig ist es in Ingenieurwesen und Co. nötig, Probleme auf eher unkonventionelle oder auch eher interdisziplinäre Art und Weise zu lösen, was ein ausgeprägtes Vorstellungsvermögen erfordert.
Anforderungen des Arbeitsmarktes an den Master of Engineering
Vor allem der Mittelstand und international tätig Unternehmen setzen große Hoffnung in die Absolventen der neuen Studiengänge, wie dem Master of Engineering. Die Mittelständler erhoffen sich eine Ausbildung, die mehr an der Praxis orientiert ist. Internationale Unternehmen erhoffen eine stärkere Ausrichtung an internationalen Standards und damit eine größere Vergleichbarkeit. Außerdem erhoffen sie sich, dass den Studenten mehr interkulturelle Kompetenzen vermittelt werden.
Dabei werden von allem vor allem die sogenannten „Soft Skills“ groß geschrieben. Die Absolventen des Master of Engineering sollen nicht nur Fachkenntnisse besitzen, sondern auch teamfähig sein, problemorientiert denken können und belastbar sein. Dafür bieten die Hochschulen vor allem während des Masterstudiums beim Master of Engineering vermehrt Möglichkeiten, diese Skills im Rahmen eines praktischen Projektes zu entwickeln und zu trainieren. Häufig wird bei solchen Projekten bereits eng mit der Wirtschaft zusammengearbeitet, die dadurch bereits einen ersten Eindruck von potentiellen Bewerbern bekommt. Wem das Angebot im Rahmen seines Studienganges noch nicht ausreicht, der kann sich außerdem bei einem freiwilligen Engagement in einem Verein seiner Hochschule weiter hervortun und zusätzliche Fähigkeiten erwerben sowie theoretische Kenntnisse im kleinen in der Praxis ausprobieren.




