Master of Laws (LL.M.)
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Der ehrenwerte Richter - Master of Laws (LL.M.)Die juristischen Studiengänge können auf eine lange Tradition zurück blicken, die mehrere Jahrhunderte überdauert hat. Im Zuge des Bologna-Prozesses sollen sie nun auf das neue Abschlusssystem Bachelor und Master of Laws umgestellt werden- da gibt es noch jede Menge Gegenwehr. Aber einmal muss abgestaubt werden. |
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Die Abkürzung LL. M. steht für den Master of Laws und meint wörtlich den Legum Magister – wobei das doppelte ‚L‘ auf einen Plural hinweisen soll. Also: ‚Meister der Rechte‘. Dieser Titel "Master of Laws" kann nach einem zwei-jährigen Studium der Rechtswissenschaften erworben werden, dass an einen entsprechenden Bachelor of Laws angeknüpft wird. Dabei handelt es sich in der Regel um konsekutive Masterprogramme, die in Deutschland verpflichtend sind, insofern man eine Anstellung als Anwalt, Staatsanwalt oder Richter in einer Laufbahn im höheren Dienst anstrebt.
Zulassungsvoraussetzungen für den Master of Laws
Im Bereich der Rechtswissenschaften haben eigentlich alle Hochschulen einen Numerus Clausus für ihre Studiengänge eingeführt – so auch beim Master of Laws. Nur wer seinen Bachelor of Laws mit einem gewissen Mindestdurchschnitt absolviert hat, bekommt die Chance weiter zu studieren und das Promotionsrecht zu erwerben. Außerdem laden manche Hochschulen die Bewerber zu einem Bewerbungsgespräch ein oder verlangen ein Motivations- oder Empfehlungsschreiben.
Studienprogramme im Bereich Master of Laws in Deutschland
Da die Umsetzung des Bologna-Prozesses in Deutschland im Bereich der Rechtswissenschaften mit großen Widerständen seitens der Lehrstühle und Vertreter des Berufsstandes verbunden war, gibt es bisher nur sehr wenige Hochschulen, die den Prozess der Umstellung auf das Abschlusssystem Bachelor und Master of Laws vollständig durchgeführt haben. Es bieten allerdings bereits 55 Hochschulen einzelne Kurse oder Spezialprogramme an, die mit dem Master of Laws abschließen.
Dabei orientieren sich die deutschen Masterprogramme an den Internationalen Schwesterprogrammen. So werden nur sehr selten allgemeine Kenntnisse im Zivil-, Straf- und öffentlichen Recht vermittelt. Diese sind in der Regel Inhalt des Bachelor of Laws. Im Master of Laws können sich die Studierenden dagegen auf einen spezifischen Bereich der Rechtswissenschaften spezialisieren, wie das bei den alten Abschlüssen im Rahmen der universitären Schwerpunktsbereichsprüfung der Fall war. So kann man zum Beispiel in Augsburg das ‚Recht der internationalen Wirtschaft‘ studieren, in Leipzig ‚Europäisches Recht‘ belegen oder in Lüneburg einen Abschluss im Studiengang mit dem Titel ‚Managemant & Tax/Auditing‘ erwerben. Insgesamt fällt auf, dass die meisten dieser Studiengänge – ganz dem Prinzip der Internationalisierung des Bachelor-/Mastersystems entsprechend – sich auf die internationale Rechtssprechung konzentrieren oder dem Trend des Wirtschaftsrecht folgen.
Weitere Kenntnisse für den Master of Laws
Da die meisten Studiengänge – wie oben erwähnt – sehr international angelegt sind, werden Fremdsprachenkenntnisse auch in den Rechtswissenschaften immer wichtiger. Dafür bieten viele Hochschulen spezielle juristische Sprachkurse an, da die Anforderungen in diesem Bereich weit über das typische Schulenglisch hinausgehen. Mancherorts kann man auch Lehrveranstaltungen auf Englisch belegen. Außerdem wird während des Studiums besonderen Wert auf die Vermittlung von Schlüsselqualifikationen gelegt, die für die rechtsberatende, verwaltende und Recht sprechende Praxis von zentraler Bedeutung sind. In diesen Bereich fallen zum Beispiel rhetorische Fähigkeiten, Verhandlungsmanagement, Streitschlichtung und auch die generelle Kommunikationsfähigkeit.
Der Master of Laws international
Zwar ist Deutschland Vorreiter im Bereich des europäischen Rechts – sonst liegt Deutschland beim Master of Laws aber hinter anderen Ländern zurück. Vor allem in den englisch-sprachigen Ländern ist der Master of Laws viel häufiger vertreten und genießt ein viel größeres Ansehen. Deswegen ist vor allem das Jurastudium in Großbritannien oder den USA besonders beliebt bei deutschen Studienanwärtern. Allerdings ist hier Vorsicht geboten: Denn in vielen Ländern wird ein besonderes Schwerpunkt auf das Rechtssystem des eigenen Landes gelegt. Dadurch kann es später zu Problemen auf dem deutschen Arbeitsmarkt kommen. Ausbildungen im internationalen Recht, die im englisch-sprachigen Ausland absolviert wurden, sind dagegen sehr beliebt auf dem Arbeitsmarkt.




