Master Thesis | Masterarbeit
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Die Masterarbeit als Sahnehäubchen auf dem StudiumDie Masterarbeit, oder auch Master Thesis genannt, ist die Königsdisziplin des Masterstudiums. Hier gilt es zu beweisen, dass man in der Lage ist wissenschaftlich zu arbeiten, zu recherchieren, richtig zu zitieren und eine spezielle Fragestellung aufstellen und beantworten zu können. |
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Im Rahmen der Master Thesis soll der Student unter Beweis stellen, dass er dazu in der Lage ist, das theoretische Wissen und die Modelle, die er im Studium vermittelt bekommen hat, auf ein konkretes und in der Regel an der Praxis orientiertes Problem anzuwenden. Dabei entspricht die Master Thesis in Umfang und Arbeitsaufwand in etwa den Anforderungen an eine Diplom- oder Magisterarbeit. Damit wird sichergestellt, dass der Master mit diesen beiden alten Abschlüssen gleich zusetzen ist. Zwischen Anmeldung und Abgabe der Masterarbeit liegen damit in der Regel drei Monate, der Umfang beträgt etwa 70-90 Seiten.
Die Masterarbeit - konkret
Der Prozess der Themenfindung bei der Master Thesis verläuft ähnlich, wie der bei der Themenfindung für die Bachelorarbeit. Der Student sollte darauf achten, dass ihn das Thema wirklich anspricht, damit er nicht frühzeitig die Lust an der Recherche und am Schreiben verliert. Außerdem sollte beachtet werden, dass das Thema dem erwarteten Umfang entspricht – also weder zu weit noch zu eng gefasst ist – und vielleicht auch schon thematisch auf das angestrebte Berufsfeld abzielt. Dann steht der Student in der Pflicht, sich einen Betreuer für die Master Thesis zu suchen. Dieser sollte idealerweise am selben Lehrstuhl beschäftigt und Prüfungsberechtigt sein. Er wird den Studenten dann bei den weiteren Prozessen der Erstellung einer Arbeit unterstützen.
Eine Masterarbeit wird – ebenso wie eine Bachelorarbeit – grob in die Bereiche Einleitung, Hauptteil und Schluss gegliedert. Dabei enthält die Einleitung eine Begründung des Themas sowie erste Erläuterungen zur Fragestellung. Im Hauptteil der Master Thesis soll dann diese Frage möglichst umfassend beantwortet werden.
Hier ist es besonders wichtig, seinen inhaltlichen Aufbau logisch zu strukturieren und während des gesamten Recherche- und Schreibprozesses permanent zu überarbeiten und anzupassen. Es ist immer besser eine Gliederung für die Master Thesis komplett über den Haufen zu werfen und neu zu gestalten, anstatt krampfhaft eine unlogische Gliederung beizubehalten. Der Schlussteil der Master Thesis fasst dann die Ergebnisse des Hauptteils noch einmal kurz zusammen, zieht ein Fazit und macht eventuell auf weiter-führende Fragestellungen aufmerksam.
Tipps zur Arbeitsweise bei der Erstellung der Masterarbeit
Insgesamt – inklusive Themenfindungsprozess, Recherche und Schreiben – ist es durchaus realistisch, dass man etwa sechs Monate und mehr Zeit für seine Masterarbeit benötigt. Dabei ist es wichtig, immer Herr (oder Herrin) des Chaos zu bleiben und nie den Überblick zu verlieren. Um das zu realisieren, können ein paar Kleinigkeiten bei der Arbeitsweise schon hilfreich sein:
- Zu jedem Stichwort, und wirklich JEDEM, das aus einem Buch stand, eine kurze Notiz zur Quelle machen! Ein Literaturverzeichnis einer Masterarbeit kann schnell einmal mehr als 100 Titel umfassen und dann wird es sehr schwierig, die Quelle des tollen Zitates, das man für die Einleitung der Masterarbeit benutzen wollte, wieder zu finden. Um zu vermeiden, bei jedem neuen Zitat die gesamte bibliographische Angabe als Notiz machen zu müssen, kann man zum Beispiel jeder Quelle eine eindeutige Kennzeichnung (z.B. eine Zahl oder die Bibliothekssignatur) zuordnen. Dann braucht man neben dem Zitat nur noch die Kennzeichnung und die Seitenzahl vermerken.
- Kopien immer zusammenheften und die Quelle darauf vermerken! Sonst gewinnt das Zettelchaos irgendwann die Überhand und man kann die einzelnen Blätter nicht mehr ihrem Ursprung zuordnen. Außerdem sollte man beim kopieren immer darauf achten, dass man die Seitenzahlen mit kopiert.
- Interessante Buchstellen sofort mit einem Klebezettel markieren und diese möglichst eindeutig beschriften! Später, findet man die Stelle bestimmt nicht wieder.
- Immer von allen Dateien regelmäßig Sicherheitskopien machen und zwischendurch immer wieder zwischenspeichern! Am besten, man fertigt am Ende jeden Tages eine Sicherheitskopie aller Dateien der Master Thesis auf einem USB-Stick, einer externen Festplatte oder einem Server im Internet an und bewahrt diese getrennt vom Arbeitsrechner auf. Bei so wichtigen Dateien gilt: What can happen, will happen!
- Regelmäßig Pausen einplanen und einen guten Zeitplan aufstellen! Je länger man sich mit einem Thema beschäftigt, desto größer ist die Gefahr, dass man die Motivation verliert. Da das Erstellen einer Master Thesis mehrere Monate in Anspruch nimmt, ist es umso wichtiger einen guten Zeitplan zu haben, der genügend Freizeit lässt und nicht zu knapp kalkuliert ist.
Abgabe und Benotung der Masterarbeit
Nach Fertigstellung der Masterarbeit – also nachdem man sie hat Korrektur lesen und Drucken und Binden lassen – und dem Einreichen beim Prüfungsamt hat der betreuende Dozent in der Regel vier Wochen Zeit die Arbeit zu prüfen und eine Note festzulegen. Parallel wird die Arbeit von einem unabhängigen Zweitkorrektor gelesen, der auch einen Vorschlag für die Note einreichen darf. Ist die Spanne zwischen den beiden nicht all zu groß wird eine Endnote festgelegt, die der Prüfling dann beim Prüfungsamt abfragen kann. Falls sich Erst- und Zweitkorrektor nicht einig sind, wird ein Drittprüfer beauftragt sich eine Meinung zu bilden. Dann kann es schon mal etwas länger dauern, bis man ein Feedback bekommt. Die Kriterien nach denen bei der Benotung der Master Thesis vorgegangen wird, sind dabei sehr ähnlich, wie bei der Bachelorarbeit und hängen auch stark vom Fach und vom Thema ab.




