Perspektiven nach dem Studium
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Nach dem Bachelor den Master anschließen? Gute Perspektiven für Absolventen.Auch wenn es noch so schön ist - die wenigsten studieren um des Studieren Willens. Am Ende steht doch immer ein Abschluss und der Versuch sich selber auf dem Arbeitsmarkt zu behaupten. Und die Chancen dort, stehen gar nicht so schlecht. |
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Eine der Zielsetzungen bei der Einführung der neuen Studienabschlüsse Bachelor und Master war es, den Einstieg in das Berufsleben früher zu ermöglichen und zu vereinfachen. „Employability“ ist das Schlagwort. Deswegen stehen nach den jeweiligen Abschlüssen gleich mehrere Perspektiven für den weiteren Lebensverlauf zu Verfügung:
- Nach dem Bachelor-Abschluss stehen dem Studenten viele Türe offen. Er kann gleich ins Berufsleben einsteigen und das theoretische Wissen in der Praxis anwenden. Wer dann im Berufsleben merkt, dass er seinen Wissensbereich doch noch erweitern möchte, hat noch die Perspektive seinen Master nachzuholen. Der Master kann auch direkt nach dem Erreichen des Bachelors angestrebt werden.
- Nach dem Masterabschluss wäre die nächste Stufe auf der akademischen Leiter die Promotion. Damit kann eine wissenschaftliche Tätigkeit an einer Hochschule oder Forschungseinrichtung angenommen werden. Führungs- und Leistungsposition, auch in Personalverantwortung, sind Perpsektiven die einem nach der Promotion, aber auch nach dem Master offen stehen.

Ob das Ziel der „Employability“ wirklich erreicht wurde, war lange umstritten. 2004 wurden noch Zahlen vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) veröffentlicht, die besagten, dass 40% der deutschen Unternehmen noch nichts über die neuen Abschlüsse wissen würden. Die Skepsis war groß. Verschlechtert ein Bachelor oder Master nicht eher meine Chancen auf dem Arbeitsmarkt?
Seit dem hat sich allerdings vor allem im Bereich der Informationsarbeit viel getan: Bereits kurze Zeit später starteten einige Unternehmen zusammen mit dem Stifterverband der Deutschen Wissenschaft die Kampagne „Bachelor Welcome“ und sprachen so eine explizite Einladung an die Absolventen aus in den Beruf einzutreten. In der Eröffnungsrede wurde mit Bestimmung prophezeit, dass sich der Bachelor „als berufsbefähigender Regelabschluss etablieren“ wird. Neueste Erkenntnisse stützen diesen Orakelspruch:
- Das Hochschulinformationssystem (HIS) stellte für den Abschlussjahrgang 2002/2003 fest, dass etwa 1/3 der Universitätsabsolventen und 3/4 der Fachhochschulabsolventen den direkten Sprung in die Berufstätigkeit geschafft hätten.
- Eine (allerdings nicht-repräsentative) Untersuchung des Instituts der Deutschen Wirtschaft in Köln ergab, dass bereits 11,5% der befragten Unternehmen Bachelorabsolventen und 9,7% Masterabsolventen beschäftigen.
- Das Institut der Deutschen Wirtschaft stellte weiter fest, dass mehr als 70% der Unternehmen die Frage bejahten, dass sie Bachelor- und Masterabsolventen ebenso akzeptierten, wie Diplom- oder Magisterabschlüsse.
Weitere Studien zu diesem Thema liegen leider noch nicht vor. Vor allem in kleineren Unternehmen und regional operierenden Branchen scheint der Bachelor allerdings noch nicht sehr bekannt zu sein. Es ist allerdings zu erwarten, dass die Zahl der Studien auf Grund des großen Interesses an diesem Thema in naher Zukunft steigen wird.
Im Beamtenrecht hat man sich bereits darauf geeinigt, dass der Bachelor dem Fachhochschuldiplom gleichgestellt wird und den Einstieg in den Gehobenen Dienst ermöglicht. Der Master-Abschluss qualifiziert für den höheren Dienst.
Das Gehalt
Die Gehaltsaussichten mit einem Bachelor- oder Masterabschluss hängen natürlich stark vom Studienfach und der späteren Branche der Beschäftigung ab – aber das war ja auch bei den alten Studienabschlüssen nicht anders. Den direkten Vergleich mit letzteren brauchen „die Neuen“ jedoch nicht scheuen. Zwar liegt das durchschnittliche Einstiegsgehalt eines Bachelors knapp unter dem eines Fachhochschuldiplomanden, bereits nach zwei bis fünf Jahren Berufserfahrung können aber vor allem Masterabsolventen allen anderen eine lange Nase ziehen.

Quelle: Manager Magazin August 2004
Der Berufseinstieg
Mit dem Abschluss in der Tasche kann man eigentlich so richtig loslegen mit den Bewerbungen. Stellenanzeigen findet man zum einen in den zahlreichen Job-Börsen im Internet und bei der Arbeitsagentur. Es kann generell sinnvoll sein, sich nach Abschluss des Studiums arbeitssuchend zu melden. So kann man hinterher Bewerbungskosten, wie zum Beispiel Fahrtkosten und Unterbringungskosten bei Bewerbungsterminen, geltend machen und sich zumindest teilweise von der Arbeitsagentur erstatten lassen.
Eintrittskarte zu einem Bewerbungsgespräch - und damit der Chance sich persönlich beim potentiellen Chef oder Personalchef beweisen zu können – ist eine gute Bewerbung. Bei dieser darf auf keinen Fall fehlen:
- Das Bewerbungsanschreiben
- Ein gutes Bewerbungsfoto (von einem Profi geschossen und kein Urlaubsfoto)
- Ein tabellarischer Lebenslauf
- Kopien von allen wichtigen Zeugnissen
Generell ist die Jobsuche eine Mischung aus Lotto spielen, Prüfungen bestehen und nervlicher Anspannung. Aber auch wenn man die eine oder andere Absage einstecken muss, sollte man sich nicht entmutigen lassen. In der heutigen Zeit ist es keine Seltenheit mehr, wenn die Anzahl der Bewerbungen ins Dreistellige geht. Außerdem sollte man sich auch zeitlich nicht unter Druck setzen – bis zum Arbeitsvertrag kann schon einmal der ein oder andere Monat vergehen. Man darf nur nicht aufgeben.
Weitere Informationen
Weitere externe Informationen zum Thema
- Verein für Hochschulkontakte e.V.
- Deutscher Bildungsserver - Employability
- Wie viel Gehalt bekommt man im Job?




