Praktikum im Studium
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Die theoretische Zeit an der Uni durch ein Praktikum im Studium aufpeppenEin Praktikum kann so viel: Bei der Suche nach dem Traumjob helfen, Erfahrungen sammeln und Herausforderungen bieten. Damit es diese Funktionen auch zufriedenstellend erfüllt, sollte man bei der Vorbereitung ein paar einfache Punkte beachten. |
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Ein Praktikum im Studium stellt eine Vertiefung von theoretischen Kenntnissen in der Praxis dar. Häufig wird ein Praktikum im Studium genutzt um erste Erfahrungen in und über einen Beruf zu sammeln. Hier kann man sich das erste Mal im „echten Leben“ beweisen und wichtige Erfahrungen auch für seinen Lebenslauf sammeln. In den meisten Studienordnungen ist ein Pflichtpraktikum im Verlauf des Studiums abzuleisten. In manchen Fällen muss sogar bereits ein Praktikum vor dem Studium absolviert werden oder ein Praktikum im Ausland abgeleistet werden.
Dauer des Praktikums im Studium
Die Praktika – wie auch das gesamte Studium – sind bei den neuen Abschlüssen Bachelor und Master im Vergleich zu den Diplomstudiengängen stark verkürzt.
Die stark zusammengestauchten Lehrpläne lassen in der Regel keinen Platz ein ganzes Semester für ein Praktikum im Studium frei zu lassen. Deswegen müssen diese in den Ferien absolviert werden, die selten länger als zwei Monate sind, meistens jedoch mit Abzug des Prüfungszeitraums nur noch sechs Wochen umfassen. Die Pläne der Politik in Deutschland, die deutschen Semesterzeiten an die internationalen Standards (keine Ferien im Winter, dafür mehr als drei Monate Ferien im Sommer) anzupassen, würde dies zwar ändern, bisher ist aber noch nicht abzusehen, ob und wann dies wirklich umgesetzt wird.
Durch diese Verkürzung wird es für die Studenten immer schwieriger einen guten Praktikumsplatz zu finden, da die meisten Unternehmen verlangen, dass der Student mindestens drei Monate im Betrieb bleibt. Diese Forderung macht insofern Sinn, als sonst der Praktikant nur einen sehr oberflächlichen Eindruck vom Betriebsablauf bekommt und mehr Zeit mit der Einarbeitung als mit wirklichen Tätigkeiten verbracht wird.
Praktikum im Studium - Ein bezahltes oder unbezahltes Praktikum?
Ein weiterer kritischer Faktor bei einem Praktikum im Studium ist die Vergütung.
Ein sechs-wöchiges Praktikum ist in den allermeisten Fällen unbezahlt, was generell als angemessen anerkannt wird. Manchmal kommen Unternehmen für die Auslagen des Praktikanten für beispielsweise ein Busticket auf, sie sind allerdings nicht dazu verpflichtet. Bei längeren Praktika, die teilweise über mehr als ein Jahr dauern können, streitet man sich bereits seit längerem darum, welche Bezahlung für welchen Zeitraum angemessen ist. Bisher konnte man sich allerdings noch auf keine Regelung einigen. Auch ein Versuch der Politik, hier bindende Richtlinien aufzustellen, scheiterte. Generell gilt, je höher qualifiziert ein Praktikant und je länger das Praktikum, desto größer wird sein Anspruch auf zumindest eine Aufwandsentschädigung.
Was ist ein gutes Praktikum fürs Studium?
Sowohl der Praktikant als auch das Unternehmen sollten Vorteile aus einem Praktikum ziehen können. Für den Praktikanten geht es darum Erfahrungen zu sammeln, Neues zu lernen und einen möglichst umfassenden und tiefen Einblick in den Berufsalltag zu bekommen. Gleichzeitig sollte er nach einer Einweisung dazu in der Lage sein, selbstständig, seinen Fähigkeiten entsprechende Aufgaben zu übernehmen und so einen sinnvollen Beitrag zu leisten. Wenn beide Seiten Engagement, Kreativität und Zuverlässigkeit an den Tag legen, können beide den für sie jeweils größten Nutzen aus der Praktikumszeit ziehen. Nur kopieren und Kaffee kochen bringt herzlich wenig – für beide.
Praktikumsvertrag
Bei einem seriösen Praktikum schließt das Unternehmen mit dem Praktikanten immer einen entsprechenden Vertrag ab. Dieser enthält in der Regel eine paar Standardklauseln über die Dauer des Praktikums, die Arbeitszeit, eine eventuelle Vergütung und eine Verpflichtung zur Verschwiegenheit seitens des Praktikanten. Standardverträge können zum Beispiel im Internet abgefragt werden. Ist man sich nicht sicher, ob der Vertrag wirklich den üblichen Standards entspricht, macht es durchaus Sinn sich beispielsweise bei der Arbeitsagentur näher darüber zu informieren. Wichtig ist, dass beide Parteien des Vertrages sich über die Konditionen einig sind und den Vertrag als bindend ansehen – denn nur so ist es möglich, sich auf sein Gegenüber verlassen zu können.
Praktikum im Studium
Möchte man eines der vorgeschriebenen Praktika im Studium absolvieren ist es immer wichtig, die Vorgaben der eigenen Prüfungsordnung zu beachten. Dort sind teilweise Angaben zur Dauer des Praktikums oder zur Branche, in der es absolviert werden soll, gemacht, an die man sich halten sollte. Außerdem sollte man sich genau darüber informieren, ob und wenn ja von wem man sich das Praktikum genehmigen lassen muss, ob im Anschluss daran ein Praktikumsbericht vorzulegen ist und ob man nicht auch noch ein Evaluationsgespräch mit einem Dozenten darüber führen muss. Da bei den Bachelorstudiengängen häufig auch Kreditpunkte für ein Praktikum im Studium vergeben werden, ist es wichtig die damit verbundenen Bedingungen einzuhalten.
Bewerbung und Co.
Es gibt generell keine Frist, die besagt wie viele Monate oder Wochen man sich im Voraus um einen Praktikumsplatz bewerben sollte. Hier sind die Unterschiede zwischen den Branchen und Unternehmen sehr groß. Es kann allerdings nicht schaden sich möglichst frühzeitig zu informieren. Eine Bewerbung um ein Praktikum sieht generell ähnlich aus, wie eine Bewerbung um eine Festanstellung: sie sollte ein förmliches Anschreiben, einen Lebenslauf und Zeugnisse enthalten. Wenn alles klappt, wird man im nächsten Schritt zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen, dessen Resultat im Idealfall der gewünschte Praktikumsplatz ist.





