Studenten Versicherung
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Welche Versicherungen sind für Studenten wirklich wichtig?Das Leben ist kompliziert, kann ganz schön gemein sein und schlägt immer dann zu, wenn man es am wenigsten erwartet. Deswegen sollte man sich auch als Student möglichst früh auf alle Eventualitäten mit der richtigen Versicherung vorbereiten. |
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Der Studienbeginn ist für viele der erste Schritt in die Unabhängigkeit. Doch vor allem wenn man für die universitäre Ausbildung seinen Heimatort verlässt, kann es passieren, dass man ganz schnell vor Problemen steht, um die sich vorher die Eltern gekümmert haben und mit denen man gar nicht gerechnet hatte. Für viele Neuland, aber wirklich wichtig ist das Thema Studenten Versicherungen. Dazu gibt es ein paar generelle Tipps, die als erste Überlegungen sinnvoll sein können:
Themen-Specials
- Welche Versicherungen haben meine Eltern – und von welchen kann ich auch nach meinem Auszug noch profitieren?
- Bei Fragen und Wissenslücken sollte man sich erst einmal an eine unabhängige Gesellschaft oder Beratungszentren wenden. Dem Versicherungsvertreter fehlt häufig die nötige Neutralität.
Besonders wichtig: Welche Studenten Versicherungen brauche ich eigentlich? Was ist sinnvoll, was nicht? Mit welchen Kosten muss ich ungefähr rechnen?
Vermutlich hat jeder Experte zu diesem Thema seine ganz eigene Meinung. Trotzdem kann man bei einigen Sachen doch einen breiten Konsens feststellen:
Wichtige und sinnvolle Studenten Versicherungen
Die Krankenversicherung
... und das nicht nur, weil es an deutschen Hochschulen eine Versicherungspflicht gibt. Bis zum Abschluss des 25. Lebensjahres sind die meisten Studenten noch über die Familienversicherung ihrer Eltern mitversichert. Danach – oder ist dies nicht der Fall – sollte man sich darüber Gedanken machen, ob für den individuellen Fall eher eine gesetzliche oder eine private Versicherung in Frage kommt. Bei der gesetzlichen Versicherung gibt es in Deutschland spezielle Krankenversicherungen für Studenten. Diese kosten etwa 65 € und beinhalten auch gleich die Pflegeversicherung mit.
>> Zum Themen-Special: Private Krankenversicherung
Haftpflichtversicherung
Bei der Haftpflicht ist es ähnlich wie bei der Krankenversicherung: Studenten unter 25, die nicht verheiratet sind und ihr erstes Studium absolvieren, sind in der Regel noch über die Haftpflichtversicherung ihrer Eltern mitversichert – eine kurze Überprüfung vor Studienantritt kann aber nicht schaden. Alle anderen sollten allerdings eine Haftpflichtversicherung, die den eigenen Lebensumständen angepasst ist, abschließen. Diese zahlt dann zum Beispiel, wenn beim Einzug der neuen Nachbarn, bei dem man so großzügig seine Hilfe angeboten hat, etwas durch eigenes Verschulden zu Bruch geht. Günstige Tarife gibt es hier schon für unter 50 € im Jahr. Und wer bereit ist, eine kleine Selbstbeteiligung auf sich zu nehmen (also zum Beispiel Schäden bis 250 € aus eigener Tasche zu bezahlen), der kann – so Stiftung Warentest – noch einmal bis zu 25% sparen.
>> Zum Themen-Special: Privathaftpflichtversicherung
Unfallversicherung
Die gesetzliche Unfallversicherung der Hochschule greift nur bei Unfällen auf dem Hochschulegelände oder auf dem direkten Weg zwischen Uni und Wohnung. Da allerdings die meisten Unfälle gerade nicht in diesem Bereich passieren, ist es sinnvoll eine zusätzliche private Unfallversicherung abzuschließen, die beispielsweise Kosten für die Rehabilitation nach einem Unfall trägt. Eine entsprechende Police gibt es schon ab 20 € im Jahr. Wichtig ist, dass man sich erst einmal nur auf die Kernbereiche einer Unfallversicherung – also zum Beispiel den Invaliditätsfall – beschränken sollte. Zusatzleistungen, wie zum Beispiel das Krankenhaus-Tagegeld kann man bei individuellem Bedarf immer nur in einer Zusatzversicherung abschließen, die dann auch nicht mehr kostet.
>> Zum Themen-Special: Unfallversicherung
Berufsunfähigkeit
Auch wenn man während des Studiums wohl eher an seinen zukünftigen Job denkt und nicht daran, dass man eventuell berufsunfähig werden könnte, kann man hier gar nicht früh genug vorsorgen. Nachdem im Jahr 2001 die gesetzliche Berufsunfähigkeitsversicherung weggefallen ist, hat man heute nur noch Ansprüche auf solche Leistungen, wenn man mindestens 60 Monate in eine solche Versicherung eingezahlt hat. Das bedeutet, dass man eine Berufsunfähigkeitsversicherung möglichst früh im Studium abschließen sollte, um auch in den ersten (wenn möglich) fünf Jahren der Berufstätigkeit einen entsprechenden Versicherungsschutz zu haben. Je nach dem wie alt man bei Abschluss der Versicherung, welchen Beruf man anstrebt und wie viel man später ‚heraus bekommen’ möchte, kostet eine solche Versicherung für Studenten zwischen 20 € und 50 € im Monat.
>> Zum Themen-Special: Berufsunfähigkeitsversicherung
Sinnvolle, aber nicht immer unbedingt notwendig Studenten Versicherungen
Hausratversicherung
Die Hausratversicherung zahl zum Beispiel bei Schäden durch Wasser oder auch durch Blitzschlag. Sie lohnt sich allerdings in der Regel für die erste eigene Studentenbude noch nicht, weil die Einrichtung noch keinen großen Wert besitzt. Als Faustregel sagt man, dass eine Hausratversicherung ab 700 € Wert der Einrichtung pro Wohn-Quadratmeter sinnvoll ist. Die Kosten, die dann für die Versicherung entstehen können, hängen dann zum Beispiel vom Wert der versicherten Gegenstände ab und können zwischen 3 € und knapp 200 € im Monat liegen.
Verkehrsrechtschutz
Erst einmal ist natürlich klar, dass wer ein eigenes Auto hat, dieses auch entsprechend versichern muss. Die Verkehrsrechtschutzversicherung stellt hier ein zusätzliches Gimmik dar, das greift, wenn durch einen Verkehrsunfall oder auch bei drohendem Führerscheinentzug durch einen Rechtsstreit Kosten entstehen. Wer zwingend auf sein Auto angewiesen ist, um zum Beispiel zur Hochschule zu fahren, sollte über so eine Versicherung nachdenken. Alle anderen können das Geld aber eigentlich auch sparen.
Private Altersvorsorge
Wer denkt schon über die Rente nach, wenn er noch nicht einmal angefangen hat richtig zu arbeiten? Vor allem heute gilt aber der Grundsatz, dass man eigentlich nicht früh genug anfangen kann, für seine spätere Rente zu sparen. Deswegen sollte man durchaus über die private Altersvorsorge nachdenken, wenn man als Student monatlich den ein oder anderen Euro übrig hat. Hier gibt es die verschiedensten Modelle, die für Studenten häufig besonders günstige Tarife im Angebot haben.
Eines dieser Modelle stellt die staatlich-geförderte Riester Rente dar, welche auch für Studenten greifbar ist, die beispielsweise einem Minijob nachgehen.
Auslandsversicherungen
Im ganz normalen Hochschul-Alltag sind solche Versicherungen natürlich für den Studenten nicht notwendig – aber wer in den Semesterferien einen Urlaub oder auch mal einen längeren Aufenthalt im Ausland für ein Praktikum oder einen Austausch plant, der sollte sich auf jeden Fall über diese drei Versicherungen informieren und sie gegebenenfalls auch abschließen:
- Auslands-Reisekrankenversicherung
- Reiserücktrittsversicherung
- Gepäckversicherung
Und sonst?
Natürlich gibt es noch eine Vielzahl von weiteren Versicherungen. Aber gerade mit Blick auf den schmalen studentischen Geldbeutel sind Versicherungen wie,
- Krankentagegeld
- Krankenhaus-Tagegeld
- Risiko-Lebensversicherung
- Glasversicherung
- Privat-Rechtsschutz
wirklich nicht notwendig.




