Studiengebühren und Kosten
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Wie hoch sind Studiengebühren und Lebenshaltungskosten? Unbezahlbar oder finanzierbar?Die Pegelstände der Kosten steigen kontinuierlich. Nicht nur auf Grund der Studiengebühren - auch die Lebenshaltungskosten für Miete und Lebensmittel belasten das studentische Konto. Reines Wissen reicht leider nicht zum Leben. |
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Ein Studium hat umgerechnet etwa den Wert eines Porsches. In den drei, oder eventuell sogar fünf Jahren, die man eine Hochschule besucht, fällt so einiges an Kosten an. Die Studiengebühren wollen jedes Semester bezahlt werden und auch die steigenden Lebenhaltungskosten sind nicht zu unterschätzen. Zum Glück steht der Student bei der Finanzierung nicht alleine da. Bevor man sich allerdings darüber Gedanken macht, woher das Geld kommen soll, kann es sinnvoller sein,auszurechnen wie viel Geld man in etwa pro Monat benötigt.
Lebenshaltungskosten
Die Höhe der Lebenshaltungskosten schwankt stark zwischen den einzelnen Studienorten und natürlichen denn unterschiedlichen Lebensweisen der Studierenden. Ein Studium in München oder Hannover ist um einiges teurer als eines in Leipzig oder Chemnitz. Das hat zum Beispiel mit den örtlichen Miet- und Nebenkosten zu tun. Die deutschen Studentenwerke veröffentlichten im Rahmen ihrer 16. Sozialerhebung 2007 Durchschnittswerte über die finanziellen Ausgaben eines Studenten für die Lebenshaltung.

Dabei schwanken vor allem die durchschnittlichen Mietkosten stark nach Art der Wohnform. Ein Zimmer in einem Wohnheim kostet danach im Schnitt etwa 200 Euro, ein Zimmer in einer Wohngemeinschaft schlägt mit 246 Euro zu Buche und für eine eigene Wohnung müssen im Mittel etwa 316 Euro aufgebracht werden.
Insgesamt braucht Dieter der Durchschnittsstudent im Monat etwa 740 Euro um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Diese Summe, die im Einzelfall sehr abweichen kann, liegt knapp unterhalb der Summe, die deutsche Studenten im Mittelwert pro Monat zur Verfügung haben: 770 Euro. Allerdings ist die Differenz leider nicht hoch genug, um sich im Laufe eines Semesters die Studiengebühren, die in manchen Bundesländern anfallen, zusammen zu sparen.
Studiengebühren
Nach dem humboltschen Bildungsideal sollte Bildung Selbstzweck – und damit ohne Renditeabsichten – sein. Diesem wurde in den letzten Jahren widersprochen als mehrere Bundesländer in Deutschland Studiengebühren einführten – also einen Betrag, den die Studenten einmal im Semester zahlen mussten, um an der Hochschule studieren zu dürfen. Danach ist Bildung eine Investition oder eine vergütende Arbeit und nicht mehr länger Selbstzweck.
Die Einführung der Studiengebühren, die in anderen Ländern, wie Großbritannien oder den USA seit Jahren selbstverständlich sind, wurde in Deutschland sehr lange diskutiert und letzten Endes vielerorts gegen den Willen der Studenten durchgesetzt. Mittlerweile haben allerdings auch erste Bundesländer die Abschaffung der Gebühren wieder vorgenommen bzw. angekündigt. Über die Zukunft der Gebühren in den nächsten Jahren wird vor allem in der Politik entschieden werden – besonders die kommenden Landtagswahlen können da für manche Bundesländer von Bedeutung sein.
Die Höhe der Studiengebühren ist je nach Bundesland unterschiedlich:
Baden-Württemberg |
500 € Studieng. + 40 € Immatrikulationsgebühren + Semesterbeitrag an das Studentenwerk |
Bayern |
FH: mind. 100 € Studieng. |
Berlin |
Keine Studieng.; aber 50 Euro Immatrikulationsgebühren |
Brandenburg |
Keine Studieng.; aber 51 Euro Immatrikulationsgebühren |
Bremen |
50 Euro Immatrikulationsgebühren |
Hamburg |
500 € Studieng. + 40 € Immatrikulationsgebühren |
Hessen |
500 € Studieng. + 50 € Immatrikulationsgebühren |
Mecklenburg-Vorpommern |
Keine Studieng. |
Niedersachsen |
500 Euro Studieng. + 75 € Immatrikulationsgebühren |
Nordrhein-Westfalen |
500 € Studieng. + Immatrikulationsgebühren. |
Rheinlandpfalz |
Keine Studieng. |
Saarland |
1. und 2. Semester: 300 € Studieng. |
Sachsen-Anhalt |
Keine Studieng. |
Sachsen |
Keine Studieng. |
Schleswig-Holstein |
Keine Studiengebühren |
Thüringen |
Keine Studiengebühren |
Wie finanziere ich aber nun das Studium?
Es gibt verschiedene Möglichkeiten sich das Geld, das man jeden Monat benötigt zu beschaffen, ohne zum Bankräuber zu werden. Die erste Anlaufstelle ist das Amt für Ausbildungsförderung. Wenn Eltern nicht viel Geld verdienen, gibt es hier für Studenten die Möglichkeit einen zinsfreien staatlichen Kredit zu bekommen. Dazu wird der monatliche Bedarf errechnet. Zur Hälfte kommen die Eltern dafür auf, die andere Hälfte zahlt Vater Staat. Zurück gezahlt werden kannst dieses Darlehen fünf Jahre nach Beendigung des Studiums in monatlichen Raten.
Für einige Studenten kommt auch ein Stipendium in Frage. Um ein Stipendium zu erhalten muss man nicht immer einen Notendurchschnitt von 1,0 haben. Es lohnt sich für jeden sich bei den entsprechenden Einrichtungen einmal über die Möglichkeiten eines Stipendiums zu informieren. Vorteil ist, dass dieses Geld nicht zurückgezahlt werden muss und nicht als Einkommen angerechnet wird.
Schließlich gibt es noch den Studienkredit, der für die Studenten sinnvoll ist, die keinen Anspruch auf Leistungen vom BAföG-Amt haben. Viele Banken bieten Studenten zu günstigen Konditionen Kredite an. Diese Kredite werden in monatlichen Teilsummen ausgezahlt und müssen nach Ende des Studiums inklusive Zinsen zurückgezahlt werden.
Es gibt allerdings noch einige weitere Möglichkeiten sich sein Studium zu finanzieren.




