Studieren an privaten Einrichtungen

Student einer privaten Studieneinrichtung
Private Hochschule in Deutschland
Absolventen eines privaten Studiums

Privat Studieren mit Blickkontakt zu Wirtschaft und Praxis

Die höheren Kosten für ein Studium an einer privaten Studieneinrichtung scheinen sich immer mehr zu rechnen: Studien zeigen, dass die Absolventen dieser Hochschulen immer leichter, schneller und erfolgreicher den Weg in den Job finden.

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In Zeiten von Studiengebühren und immer lauter werdender Kritik an den staatlichen Hochschulen, schießen private Studieneinrichtungen wie die Pilze aus dem Boden. Mittlerweile buhlen ca. 70 private Hochschulen in Deutschland um die Gunst der Studienbewerber und können 2,5% der eingeschriebenen Studenten auf ihren Konten verbuchen. Dabei werden die meisten Unkenrufe, die die privaten Hochschulen als Rückzugsgebiete Kinder reicher Eltern mit schlechtem Abitur und noch weniger Gripps bezeichnen, immer öfter durch die Ergebnisse und Karrieren der Absolventen zum Schweigen gebracht.

Vor allem in den wirtschaftswissenschaftlichen Studienfächern gelten die privaten Hochschulen als absolutes Karrieresprungbrett. Das Tempo, dass ihre Absolventen beim Einstieg und Aufstieg in der Berufswelt vorlegen, ist in vielen Fällen wirklich beeindruckend. Häufig wird das darauf zurück geführt, dass vor allem Soft Skills wie Leistungsbereitschaft, Stehvermögen, Selbstdisziplin, Analyse- und Reflexionsfähigkeit sowie der Wille zum ergebnisorientierten Konsens an einer privaten Hochschule mehr gefördert werden als an einer staatlichen.

Vorteile einer privaten Hochschule

Einer der größten Vorteile der privaten Einrichtungen ist dabei der viel engere Kontakt mit der Praxis und der Wirtschaft.  Die meisten Hochschulen haben bei der Erstellung ihrer Curricula (Lehrpläne) die Meinung und den Rat von Managern und Führungskräften eingeholt und berücksichtigt.

An vielen privaten Hochschulen wird ein bestimmter Anteil der Seminare von Praktikern abgehalten, die selbst in dem Beruf tätig sind, über den sie dozieren. Außerdem bieten einige private Hochschulen sogenannte Patenprogramme, bei denen die Studierenden während ihrer universitären Karriere immer wieder Rat bei Menschen suchen können, die in dem Beruf tätig sind, von dem die Studierenden träumen.

Desweiteren können die privaten Hochschulen eigentlich immer damit punkten, dass ihre Kurse meist nur sehr wenig Teilnehmer haben und dadurch sehr intensiv sind. Auch die Betreuung durch die Professoren ist meist besser, weil weniger Studenten auf einen Dozenten kommen. Und die technische, räumliche sowie die Service-Ausstattung ist in vielen Fällen besser – Bibliotheken haben rund um die Uhr geöffnet, Computerpools können mit modernen und schnellen Rechnern aufwarten und die Gebäude sind neu oder zumindest in sehr gutem Zustand.

Die Finanzielle Seite eines Studiums an einer privaten Hochschule

Dafür hat das Ganze allerdings auch seinen Preis. Alle privaten Hochschulen sind gebührenpflichtig und die Höhe der Gebühren übersteigt die Gebühren aller Bundesländer um einiges. Im Einzelfall muss jeder für sich abwägen, ob er sich ein solches Studium leisten kann bzw. ob es für ihn in Frage kommt, während des Studiums einen hohen Schuldenberg aufzuhäufen. Es kann sich allerdings auch lohnen, sich über die Stipendiensysteme der privaten Studieneinrichtungen zu informieren. Viele dieser Hochschulen haben eine ganze Reihe solcher Angebote, um Berührungsängste, die durch die hohen Gebühren entstehen können, abzubauen.

Zukunftsaussichten nach dem Abschluss an einer privaten Hochschule

Viele erwarten, dass aus einer privaten Hochschule die Führungskräfte von morgen hervor gehen werden. Zwar gibt es keine Top-Job-Garantie – auch an einer privaten Hochschule gehören gute Leistungen zum Muss - aber die Tendenz geht mit Sicherheit in diese Richtung. Auch ist zu erwarten, dass die Zahl der privaten Hochschulen in den nächsten Jahren noch steigen wird. Der Wissenschaftsrat, der für die Akkreditierung - also die offizielle Qualitätsprüfung und Anerkennung -  der Studienangebote in Deutschland zuständig ist, beschloss erst kürzlich eine Vereinfachung und zeitliche Verkürzung des Akkreditierungsprozesses.  Die Konkurrenz im Wettbewerb um Studenten, Reputation und Forschungsgelder wird also in Zukunft noch härter werden.

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