Studieren an Privaten Hochschulen

Studium an den Privaten Hochschulen in Deutschland immer beliebter

Das Studium an einer Privaten Hochschule bietet Dir individuelle Betreuung, moderne Ausstattung, geringe Abbruchquoten und engen Kontakt zur Wirtschaft. Demgegenüber stehen allerdings hohe Studiengebühren.
Studieren an einer privaten Hochschule

Inhaltsverzeichnis

Das Studium an einer Privaten Hochschule
Charakteristika des Studiums an der Privaten Hochschule
Anerkennung des Abschlusses und Karrierechancen

Das Studium an einer Privaten Hochschule

Das Studium an Privaten Hochschulen erfreut sich in Deutschland immer größerer Beliebtheit. Waren es im Jahr 1992 nur gut 11.500 Studenten, die für ein Studium an einer Privaten Hochschule eingeschrieben waren, hat sich diese Zahl in den letzten 20 Jahren vervierfacht.

Im Jahr 2012 waren 110.000 Studenten, das sind 6 % aller Studenten in Deutschland, an einer der insgesamt 109 staatlich anerkannten Hochschulen in privater Trägerschaft eingeschrieben. Der Grund für die trotz hoher Studiengebühren immer weiter steigende Studentenzahl sind die zahlreichen Vorteile, die ein Studium an einer Privaten Hochschule bietet.

Charakteristika des Studiums an der Privaten Hochschule

Das Studium an einer Privaten Hochschule unterscheidet sich in einigen Punkten von einem Studium an einer staatlichen Hochschule. Im Folgenden erfährst Du, was Private Hochschulen auszeichnet.

Zulassung und Bewerbung

Immer wieder sehen sich Private Hochschulen mit dem Vorurteil konfrontiert, bei ihren Studenten handle es sich um Kinder reicher Eltern, deren Abiturnote für den angestrebten Studiengang an einer staatlichen Hochschule zu schlecht sei. Die Kritiker der Privaten Hochschulen übersehen dabei gern, dass im Zulassungsverfahren Privater Hochschulen keinesfalls nur der Geldbeutel der Eltern entscheidet. Anstatt einzig anhand der Abiturnote über die Eignung eines Bewerbers zu entscheiden, durchlaufen die Kandidaten bei privaten Anbietern einen umfangreichen Bewerbungsprozess. Zu diesem können unter anderem Assessment-Center, Gespräche mit Psychologen, Eignungstests und Auswahlgespräche gehören.

Ergebnis der unterschiedlichen Zulassungsvoraussetzungen ist natürlich, dass Private Hochschulen Bewerber zulassen, die an einer staatlichen Hochschule vermutlich keinen Studienplatz bekommen hätten. Dies ist in Zeiten, in denen die Zulassung über den NC stark in die Kritik geraten ist, allerdings nicht unbedingt als negativ zu bewerten. Zumal der Erfolg den Privaten Hochschulen recht gibt. Im Schnitt bringen wesentlich mehr Studenten ihr Studium an einer Privaten Hochschule erfolgreich zu Ende als an einer staatlichen.   

Praxisnähe und enger Kontakt zur Wirtschaft

Einer der größten Vorteile des Studiums an einer Privaten Hochschule ist der sehr enge Kontakt, den private Anbieter zur Wirtschaft pflegen, sowie der hohe Praxisbezug. Viele Private Hochschulen haben bei der Erstellung ihrer Lehrpläne Meinung und Rat von Managern und Führungskräften eingeholt und richten ihre Studiengänge auf den Bedarf der Wirtschaft aus.

Die Dozenten an den Privaten Hochschulen kommen in der Regel aus der Praxis und arbeiten selbst in dem Feld, das sie unterrichten. Darüber hinaus warten die privaten Anbieter oft mit prominenten Gastdozenten aus der Wirtschaft auf. Außerdem bieten einige Private Hochschulen sogenannte Patenprogramme an, bei denen die Studierenden während ihrer universitären Karriere Rat bei Berufstätigen suchen können. Der enge Kontakt zur Wirtschaft verschafft den Studenten Privater Hochschulen noch einen weiteren Vorteil: Noch im Studium knüpfen viele Studenten durch Praktika oder Gastdozenten Kontakte zu potenziellen Arbeitgebern.

Individuelle Betreuung und moderne Ausstattung

Auch bei der Betreuung und Ausstattung haben die Privaten Hochschulen die Nase vorn. Statt überfüllter Hörsäle und Anonymität bieten sie kleine Seminare und Lerngruppen, eine individuelle Betreuung und Förderung sowie intensiven Kontakt zu den Dozenten. An Privaten Hochschulen kommen auf einen Dozenten im Schnitt gerade einmal 30 Studenten.

Dank der hohen Studiengebühren und Sponsorengelder verfügen die Privaten Hochschulen zudem über moderne Ausstattung und ein hohes Service Niveau. Bibliotheken haben zum Teil rund um die Uhr geöffnet, Computerpools können mit modernen und schnellen Rechnern aufwarten und die Gebäude sind in sehr gutem Zustand.

Beschränktes Lehrangebot

In puncto Studienangebot sind die Privaten Hochschulen ähnlich aufgestellt wie die Fachhochschulen, was wohl auch daran liegt, dass die meisten Privaten Hochschulen private Fachhochschulen sind. Auch hier ist das Studienangebot sehr begrenzt. Meist beschränkt es sich auf die Bereiche Technik, Wirtschaft, Naturwissenschaften und Gesundheit. 

Gute Organisation, kurze Studiendauer und geringe Abbruchquote

Das Studium an einer Privaten Hochschule ist vom ersten bis zum letzten Tag durchorganisiert. Die straffe Organisation ermöglicht den Studenten ein sehr schnelles und effizientes Studieren. 90 % aller Studenten an Privaten Hochschulen schaffen ihr Studium in der Regelstudienzeit. Den Erfolg dieses Modells bescheinigt auch die sehr geringe Zahl an Studienabbrechern. Gerade einmal 8-9 % bringen ihr Studium an der Privaten Hochschule nicht zu Ende. Demgegenüber bricht an staatlichen Hochschulen jeder 3. Student sein Bachelor Studium ab. Negative Effekte der straffen Organisation sind eine starke Verschulung des Studiums, was das Studium für Individualisten oft unattraktiv macht, sowie wenig Freizeit.

Berufsbegleitend studieren

Besonders attraktiv ist das Studium an einer Privaten Hochschule für Berufstätige, die sich neben dem Beruf weiterbilden möchten. Die Privaten Hochschulen bieten ein umfangreiches Angebot an berufsbegleitenden Studiengängen. Die staatlichen Hochschulen haben auf diesem Gebiet trotz steigender Zahl an Interessenten noch großen Nachholbedarf.

Hohe Studiengebühren

Ein Charakteristikum des Studiums an Privaten Hochschulen, das meist negativ gesehen wird, sind die Studiengebühren. Durchschnittlich kostet ein Bachelor Studium an einer Privaten Hochschule im Monat 520 €, Lebenshaltungskosten nicht eingeschlossen. Damit ist ein Studium an einer Privathochschule deutlich teurer als das Studium an einer staatlichen Universität oder Fachhochschule. Jeder muss für sich selbst abwägen, ob die unbestreitbaren Vorzüge eines Studiums an einer Privaten Hochschule die zusätzliche Investition lohnen.

Für Interessenten eines Studiums an einer Privaten Hochschule, die die Kosten nicht aus eigener Tasche zahlen können, gibt es mittlerweile zahlreiche Finanzierungsmöglichkeiten. Neben Stipendien oder der Beantragung von BAföG bieten viele Private Hochschulen sogenannte nachlaufende Studiengebühren an. Die Studiengebühren werden dabei erst erhoben, wenn der Absolvent ein entsprechendes Nettoeinkommen verdient.

Anerkennung des Abschlusses und Karrierechancen

Rein formal gesehen sind die Abschlüsse Privater Hochschulen mit denen der staatlichen Hochschulen gleichgestellt. Auch die von der Privaten Hochschule verliehenen akademischen Grade verfügen über eine volle staatliche Anerkennung. Wie genau der Abschluss auf dem Arbeitsmarkt angesehen ist, hängt von der Einstellung des einzelnen Arbeitgebers ab. Insgesamt lässt sich aber feststellen, dass die Absolventen Privater Hochschulen die Nase bei der Jobsuche leicht vorne haben. Sie schaffen nicht nur schneller den Einstieg ins Berufsleben als ihre Kommilitonen, sondern verdienen beim Berufseinstieg auch mehr. Ein Grund dafür dürfte die enge Vernetzung der Privaten Hochschulen mit der Wirtschaft sein. Das Studium an der Privaten Hochschule ist aber kein Garant für eine gut dotierte Stelle oder eine Führungsposition. Auch an der Privaten Hochschule zählen die Leistungen des einzelnen Studenten. Nur für die Besten rücken die Top Jobs in Reichweite. Vor allem in den wirtschaftswissenschaftlichen Studienfächern gilt ein Studium an einer Privaten Hochschule allerdings als absolutes Karrieresprungbrett.

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