Vorteile und Nachteile des Bachelor
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Der Versuch eines neutralen Plädoyers zum Bachelor: Die Vorteile und NachteileGrundlage einer bodenständigen und vernunftgesteuerten Entscheidung ist immer die Kenntnis über so viele Fakten wie möglich. Dazu gehören auch die Vorteile und Nachteile. Es ist also Zeit, diese einmal neutral zusammenzufassen. |
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Die Vorteile des Bachelor Studiums
Die unterschiedlichen Studiengänge werden sehr stark differenziert.
Die Lernpläne vermitteln neben Fachwissen auch berufsfeldbezogene Qualifikationen. Fächerübergreifende „Schlüsselqualifikationen“ werden ganz gezielt vermittelt und die Betonung liegt auf praktischen Studienphasen. Der Abschluss kann an einer Universität und einer Fachhochschule erworben werden, außerdem ist der Abschluss an einer Berufsakademie möglich. Der Bachelor-Abschluss ist international bekannt und europaweit anerkannt. Die Studiendauer ist auf 6-8 Semester angesetzt und so kann schon sehr früh ins Berufsleben eingestiegen werden. Durch die stärkere Struktur sollen in Deutschland die hohen Abbruchquoten und die Zahl der Langzeitstudenten gesenkt werden. Außerdem besteht nach dem Bachelor-Abschluss die Möglichkeit ein zwei- bis viersemestriges Masterstudium anzuknüpfen.
Die Nachteile des Bachelor Studiums
Der schnelle, straffe und praxisnahe Studienplan verlangt einiges von den Studenten ab. Der Studienplan lässt kaum Platz für Flexibilität und Freiraum, da die Strukturen der unterschiedlichen Module weitgehend vorgegeben sind. So wird auch das selbstständige Denken und Entscheiden nicht gerade gefördert – häufig lautet der Vorwurf auf „Verschulung“ des Studiums. Zwar ist die Studiendauer verkürzt, doch verringert sich dadurch automatisch auch der Inhalt des Studiums.
Die Änderungen der Studienabschlüsse sind zwar eine gute Idee, doch werden sie eher schlecht umgesetzt. Die meisten Studiengänge werden überstürzt zusammengebaut und oft weist die Organisation große Lücken auf. Sinnvolle Maßnahmen, wie die Einführung von Leistungspunkten, werden nur pro forma umgesetzt und eine durchdachte Vorbereitung auf den tatsächlichen Arbeitsmarkt findet kaum oder gar nicht statt. Durch den steigenden Druck wird das soziale Klima der Hochschulen kühler. Studenten, die nebenbei jobben oder Kinder haben, geraten aufgrund der Leistungs- und Anwesenheitskontrollen in eine Zwickmühle.
Der Weg zum Masterstudium wird vor allem durch NC-Beschränkungen mit Steinen verbaut, um die Studenten frühzeitig in die Arbeitswelt zu drängen - Sparmaßnahmen stehen hier im Vordergrund.
Die Erfahrungen zeigen, dass die Anerkennung von Auslandspraktika und -semestern sowie das Fortführen des Studiums im Ausland sich als schwierig erweisen.






