Studiengebühren und Kosten

Studiengebühren und Kosten

Die Kosten für ein Studium steigen kontinuierlich. Der Durchschnittsstudent gibt laut Deutschem Studentenwerk rund 794 Euro monatlich für seinen Lebensunterhalt aus. Mit welchen verschiedenen Faktoren Du rechnen musst, erfährst Du hier.

Inhaltsverzeichnis

Welche Kosten kommen während des Studiums auf mich zu?

In den 3 bis 5 Jahren Regelstudienzeit, die deutsche Studenten an einer Hochschule verbringen, kommen einige Ausgaben auf sie zu. Neben Lebenshaltungskosten musst Du teilweise auch noch mit Studiengebühren rechnen. Vor Beginn Deines Studiums solltest Du Dir einen detaillierten Überblick über Deine monatlichen Ausgaben verschaffen, um für eine entsprechende Finanzierung sorgen zu können. Im Folgenden findest Du einen Überblick über Faktoren, die die Kosten Deines Studiums beeinflussen.

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Lebenshaltungskosten

Die Höhe der Lebenshaltungskosten schwankt stark zwischen den einzelnen Studienorten und den unterschiedlichen Ansprüchen der Studierenden. Ein Studium in Düsseldorf oder Frankfurt am Main ist teurer als in Leipzig oder Magdeburg. Im Allgemeinen kannst Du in den alten Bundesländern mit deutlich höheren Kosten für ein Studium rechnen als in den neuen Bundesländern. Das deutsche Studentenwerk veröffentlichte im Rahmen der 20. Sozialerhebung im Jahre 2012 Durchschnittswerte, die Aufschluss über die Lebenshaltungskosten eines Studierenden geben. Der „Normalstudierende“ ist in diesem Fall ledig, wohnt nicht mehr bei den Eltern und absolviert sein Erststudium.

Die gute Nachricht zuerst: Die Ausgaben für Versicherungen sind für Studenten sehr übersichtlich. Bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres bist Du als Student noch in der Krankenvericherung Deiner Eltern mitversichert. Die Krankenversicherung ist darüber hinaus die einzige gesetzlich vorgeschriebene Versicherung, über die Studenten verfügen müssen. Allerdings gilt diese Regelung nur solange Dein monatliches Gesamteinkommen unter 385 € liegt. Ab dieser Einkommensgrenze musst Du Dich selbst versichern.

Je nach Wohnungsart variieren die durchschnittlichen Mietkosten stark: Ein Zimmer in einem Wohnheim kostet im Schnitt etwa 240 €, ein Zimmer in einer Wohngemeinschaft schlägt mit 280 € zu Buche und für eine eigene Wohnung musst Du durchschnittlich 357 € aufbringen. Hier lohnt sich ebenfalls der Bundesländervergleich, denn die Miet- und Nebenkosten sind in den neuen Bundesländern um rund 50 € bis 60 € niedriger. Die drei teuersten Länder sind Hamburg, Berlin und NRW, während Du am günstigsten in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen wohnst.

Allerdings stehen Studenten in den östlichen Bundesländern mit 778 € durchschnittlich 103 € pro Monat weniger zur Verfügung als Studenten im Süden, Westen oder Norden Deutschlands. Laut Sozialerhebung verfügt der deutsche Student im Schnitt monatlich über 864 €. Der Lebensunterhalt kostet einen Durchschnittsstudenten rund 794 €. Diese Summe liegt daher knapp unter dem monatlich verfügbaren Betrag. Die Differenz ist aber nicht hoch genug, um zusätzlich anfallende Studiengebühren bezahlen zu können.

Studiengebühren

Nach dem Humboldt'schen Bildungsideal sollte Bildung nicht von wirtschaftlichen Interessen geleitet sein. Dem widersprachen 2005 mehrere Bundesländer, indem sie nach einer Gesetzesänderung den Hochschulen die Erhebung von Studiengebühren ermöglichten. Die Einführung der Studiengebühren, die in Ländern wie Großbritannien oder den USA seit Jahren selbstverständlich sind, entfachte in Deutschland heftige Diskussionen. Trotzdem setzten die unionsgeführten Bundesländer die Studiengebühren vielerorts gegen den Willen der Studenten durch.

Mittlerweile haben alle Bundesländer die allgemeinen Studiengebühren wieder abgeschafft. Die Hochschulen können in vielen Bundesländern aber weiterhin Studiengebühren für das Überschreiten der Regelstudienzeit sowie für ein Zweitstudium verlangen. Auch Seniorenstudenten und ausländische Studierende müssen teilweise Studiengebühren zahlen. Geblieben sind außerdem die sogenannten Semestergebühren oder Semesterbeiträge. Diese solltest Du nicht mit den Studiengebühren verwechseln. Je nach Hochschule schwanken diese Beträge. Über die Semestergebühren finanziert die Hochschule:

  • Das Semesterticket
  • Das Studentenwerk
  • Die Studentenschaft, meist AStA

Falls Verwaltungs- beziehungsweise Prüfungskosten anfallen, rechnet die Hochschule diese in der Regel ebenfalls über besagten Weg ab.

Wie finanziere ich mein Studium?

Du hast verschiedene Optionen, für Deine monatlichen Gesamtkosten während Deines Studiums aufzukommen. Wenn Dich Deine Eltern nicht untersützen können, ist das Amt für Ausbildungsförderung (BAföG-Amt) eine mögliche Anlaufstelle. Studiengebühren übernimmt das Amt jedoch nicht. Mehr Informationen zum BaföG findest Du auf der Seite Studienfinanzierung. Für einige Studenten kommt auch ein Stipendium infrage. Bei Einrichtungen wie der Studienstiftung des Deutschen Volkes, aber auch diversen kirchlichen und politischen Institutionen, kannst Du Dich über die Möglichkeiten eines Stipendiums informieren. Eine weitere Alternative bildet ein Studienkredit, falls Du keinen Anspruch auf Leistungen vom Amt für Ausbildungsförderung hast. Viele Banken bieten Studenten Kredite zu günstigen Konditionen an.

Die Herkunft der monatlichen Einnahmen von Studenten setzt sich wie folgt zusammen:

  • 87 % werden von den Eltern unterstützt.
  • 65 % verdienen ihren Lebensunterhalt durch Nebenjobs.
  • 29 % beziehen BAföG.
  • 20 % finanzieren das Studium durch Ersparnisse beziehungsweise Vermögen.